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26.03.2003
Polizei: Schülerdemo nicht gestoppt - Leserin lobt Engagement gegen Irak-Krieg in Stralsund - Rechtsradikale auch dabei

Stralsund (OZ) Dass Schüler am vergangenen Freitag gegen den Irak-Krieg auf die Straße gingen (OZ berichtete am 22. März), begrüßt Hannelore Wessel ausdrücklich. "Wir Erwachsenen beschweren uns oft über die Gleichgültigkeit der Kinder und Jugendlichen." Aber kaum würden diese gegen den schändlichen Krieg demonstrieren, hätte die Polizei den Demozug gestoppt - das hatten einige Teilnehmer berichtet - , anstatt ihnen beizustehen gegen die auftretenden Rechtsradikalen.

Ganz anders wird das bei der Polizei gesehen. Der Pressesprecher der Polizeidirektion, Uwe Werner, stellt fest, "dass der Polizei in Stralsund diese Demonstration gegen den Irak-Krieg nicht bekannt war und demzufolge auch nicht begleitet wurde". Somit habe es auch keine Untersagung einer zweiten Marschrunde um die Nikolaikirche gegeben. Auch habe es kein persönliches Gespräch zwischen Demonstranten und Polizeibeamten gegeben. "Es gab lediglich nach Ende der Demonstration einen telefonischen Kontakt zu einer Lehrerin, der die rechtlichen Voraussetzungen der Versammlungsfreiheit dargelegt wurden."

Weiter heißt es in der Stellungnahme, dass die Polizei den Protest als Spontandemonstration eingeschätzt hätte, wäre er bekannt gewesen. Dann hätten die Beamten den Zug zur Wahrung der demokratischen Grundrechte begleitet und notfalls auch vor Störern geschützt.

Ostseezeitung-Stralsund

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