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25.03.2003
Spontane Demo gegen Irak-Krieg - Schüler-Aktion in Pasewalk wird von Polizei begleitet
Pasewalk (ni). Die spontane Idee der Schüler der Pasewalker Verbundene Haupt- und Realschule für den Frieden und gegen den Irak-Krieg zu demonstrierten bescherte gestern früh der Polizei einen extra Einsatz.
Schon vor Schulbeginn zogen die Mädchen und Jungen in Richtung Oststadt, um dort die Schüler "abzuholen". Doch Schulleiter Norbert Haack versuchte in dieser Situation zu vermitteln. Er nahm die Klassensprecher zusammen und machte sie auf eine Weisung des Bildungsministeriums aufmerksam, dass Schüler-Demos grundsätzlich anzumelden sind und Eltern ihr schriftliches Einverständnis zur Teilnahme an einer Demonstration geben müssen.
"Jetzt wollen sich die Klassensprecher mit den Schulen der Stadt Pasewalk noch einmal kurz schließen, um vielleicht noch eine gemeinsame Demo für Freitag zu organisieren", zeigt Haack einen Weg auf. Es könne nicht angehen, dass die gesamte Unter- richtszeit für eine Demo, auch wenn sie gegen den Irak-Krieg sei, genutzt werde. Haack lenkte jedoch ein, dass er am Freitag mit sich über die 5. und 6. Stunde reden lasse.
Auch PDS-Kreisgeschäftsführer Rudi Otterstein hätte Hilfe zugesagt. Die Polizei jedenfalls nahm aus rechtlicher Sicht die gestrige Demonstration als eine spontane an. "Die Demo verlief reibungslos und es gab keine Störungen", teilte Detlef Stüwert, Leiter der Pasewalker Polizeiinspektion, mit.
Auch das Ordnungsamt des Landkreises akzeptierte die "Spontan-Auslegung". Wie Pressesprecher Achim Froitzheim jedoch empfahl, muss die nächste Schülerdemo mindestens 48 Stunden vorher angemeldet sein und es müssen Ordnungskräfte und Ordner benannt werden. Noch einmal wäre der gestrige Rahmen gesetzlich nicht vertretbar.
Nordkurier-Pasewalk
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