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24.03.2003
Für Frieden auf die Straße - Proteste in Sternberg und Brüel

Sternberg/Brüel Aus Protest gegen den Irak-Krieg zogen am Sonnabend Bürger aus Sternberg und Brüel auf die Straße. Heute wollen Schüler in Warin demonstrieren.

In Sternberg formierte sich am Samstagmorgen um 9.30 Uhr am Seehotel ein Demonstrationszug. Hier tagte die Landes-PDS. Bevor die Tagung begann, zeigten die Genossen öffentlich Flagge: Die Landes-PDS ist konsequent gegen den Irak-Krieg. Den über 100 Tagungsteilnehmern schlossen sich beim lautstarken Friedensmarsch durch Sternberg etliche Kriegsgegner aus der Umgebung an. In Brüel trafen sich um 10 Uhr über 100 Kriegsgegner auf dem Marktplatz, um nach Aufruf der Stadtvertretung ein Licht für den Frieden anzuzünden.

Pastor Jens-Peter Drewes hielt eine kleine Ansprache. Den Krieg empfinden viele als unnötig, ungerecht und unfair, sagte er. Es gab einen Plan, nach dem die Entwaffnung des Iraks in 120 Tagen hätte abgeschlossen werden können, gab er zu verstehen. Angst drückte Drewes aus um das Schicksal der Menschen im Irak. Es mache ihn unglücklich, dass ein christliches Land ein anderes mit Krieg überzieht, so der Brüeler Pastor. Seit September 2001, damals drohte der Afghanistan-Krieg, finden in der Brüeler Kirche jeden Freitag Friedensgebete statt, erklärte er. Und es habe in dieser Zeit immer einen Grund gegeben, für den Frieden zu beten.

Auf der Veranstaltung in Brüel rezitierte Lehrerin Angela Ludwig Friedens-Gedichte von den Brüeler Schülern Doreen Klettke, Nancy Schulenburg und Martin Prellwitz. Schüler haben Plakate gestaltet und Bilder gegen den Krieg gemalt berichtete sie. Musiker Michael Jüllich und die Glocken der Stadtkirche umrahmten die Aktion.

Heute um 8.30 beginnt eine Demonstration in Warin.

Michael Beitien

Schweriner Volkszeitung-Sternberg

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