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21.03.2003
Rostocker Borwinschule will sich gegen Rassismus engagieren - Aktion Schule ohne Rassismus

Rostock (OZ) Kröpeliner-Tor-Vorstadt Beim Gang durch die Flure der Borwinschule fallen in der Vielfalt der bunten Gestaltung Plakate auf, die in schlichtem Schwarz-Weiß fordern: "Schule ohne Rassismus. Schule mit Courage". Zu den Hintergründen dieser Forderung geben Felix Forster (Klasse 11) und Marian Rieth (Klasse 10) Auskunft. "Die Idee des Projektes entstand nach einer Veranstaltung des bundesweiten Vereins Aktion Courage in Berlin. Eine Schülerin berichtete über Aktionen an ihrer Schule", so das Schülerbeiratsmitglied Felix Forster.

1988 entstand die Idee in Belgien. 125 Schulen mit 90 000 Schülern bekannten sich bisher zu den Zielen und erhielten die Anerkennung. Die Borwinschule ist erst die zweite Schule in Mecklenburg-Vorpommern, die sich um die Anerkennung als „Schule gegen Rassismus. Schule mit Courage" bemüht.

Nun hat das Zweiergremium mit Unterstützung von Sandra Jochem vom Verein Regionale Arbeitsstelle für Schule, Jugendhilfe und interkulturelle Arbeit erste Arbeitsschritte fixiert. Nach Vorstellung des Projekts vor dem Lehrerkollegium kursieren jetzt Unterschriftenlisten. 70 Prozent der Lehrer und Schüler sollen sich zu den Projektzielen bekennen. Sie erfordern, der Gewalt und den diskriminierenden Äußerungen und Haltungen im offenen Gespräch entgegenzutreten.

Felix und Marian hoffen, dass bis Montag die Listen komplett sind und der Bundesstiftung übergeben werden können. Nach Bestätigung wird in einem Festakt die Anerkennungstafel übergeben. "Jährlich ist zu verteidigen", sagt Marian Rieth. In den Klassen wird zum Schuljahresende eine ganze Projektwoche dem Thema gewidmet.

JÜRGEN FALKENBERG

Ostseezeitung-Rostock

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