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18.03.2003
Ein Fünftel Ausländer in Anklamer Kripostatistik - Grenzkriminalität und Sondergesetze für Nicht-Deutsche treiben Zahl nach oben

Ostvorpommern (as). Die Polizeidirektion (PD) Anklam hat im Jahr 2002 gegen etwa 2100 Tatverdächtige ermittelt, die nicht aus Deutschland stammten. Das sind etwa 21 Prozent aller Verdächtigen, die im PD-Bereich einer kriminellen Handlung beschuldigt wurden, wie aus der aktuellen Kriminalitätsstatistik der Polizeidirektion hervorgeht. Die hohen Zahlen liegen über dem Landesdurchschnitt und haben mit der Tatsache zu tun, dass die PD Anklam an einer EU-Außengrenze liegt und mit Pomellen sowie Ahlbeck zwei stark frequentierte Grenzübergänge zu betreuen hat, erklärte PD-Chef Klaus Wils.

Im Jahr 2001 waren es etwa 150 ausländische Tatverdächtige weniger, im Jahr 2000 hingegen lag die Zahl sogar bei 2600, was damals 24 Prozent aller mutmaßlichen Täter entsprach.

Ohne Arbeitserlaubnis In einer Vielzahl der Fälle liegen die unmittelbaren Tatorte aber nicht im Bereich der PD, welcher neben den Landkreisen Ostvorpommern und Uecker-Randow auch die Hansestadt Greifswald umfasst. Die meisten Täter seien durch die Polizei anderer Landkreise oder Bundesländer zur Fahndung ausgeschrieben und würden am Grenzübergang Pomellen gestellt, so Wils. Zudem registriere der Zoll etliche Delikte im Zusammenhang mit der grenzüberschreitenden Kriminalität. Urkundendelikte seien typisch. In der Statistik seien zu einem Großteil auch solche Delikte enthalten, die ohnehin nur von Ausländern begangen werden könnten - Verstöße gegen Meldepflichten zum Beispiel.

Oft würden auch bei hiesigen Prostituierten Verstöße gegen ausländerrechtliche Vorschriften festgestellt, erklärte Kripo-Chef Thomas Krense. Hier fehlten bei den Frauen zumeist osteuropäischer Herkunft oft die notwendigen Arbeitserlaubnisse. Die Ausübung der Prostitution an sich werde bei den Betroffenen hingegen nicht verfolgt. "Die Prostitution ist nicht nur das älteste Gewerbe der Welt, sondern endlich auch ein ehrbares geworden", meinte Krense.

Nordkurier-Anklam

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