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15.03.2003
Sheriff-Idee findet wenig Gegenliebe - Ueckermünder Bürgermeister-Kandidat Saeger mit ungewöhnlicher Idee
Ueckermünde (wil). Allzuoft erscheinen die Antworten der Bürgermeister-Kandidaten in Eggesin und Ueckermünde ziemlich konform. Egal, ob es um Abwanderung, Arbeitsplätze oder Kulturarbeit geht, haben die Bewerber meist die gleichen Lösungen parat - wohl auch in dem Bewusstsein, dass Kommunalpolitik landes- und bundespolitischen sowie wirtschaftlichen Zwängen unterliegt.
Angesichts dieses Gleichklangs sorgte der Ueckermünder Einzelkandidat Ralph Saeger mit seinem Vorschlag, ein "Sheriff-System" in der Stadt zu installieren, um die Sicherheit für die Bürger auf den Straßen zu erhöhen, doch für einigen Wirbel beim Jugendforum, das das Albert-Schweitzer-Gymnasium und die Haff-Zeitung am Donnerstagabend im "Haus des Gastes" organisiert hatten. Eine Art Bürgerwehr, die aber aus professionellen, zum Beispiel bei der Polizei ausgebildeten Mitgliedern bestehen sollte, könne eine solche Sheriff-Truppe bilden, sagte Saeger.
Damit erntete er allerdings heftige Ablehnung bei seinen drei Kontrahenten sowie bei einem Großteil der knapp 100 Besucher. Einzelkandidat Horst Berndt (parteilos), der aus Hamburg kommt, einer Stadt, die wesentlich größere Kriminalitätsprobleme als Ueckermünde hat, wandte sich strikt gegen jede Art von Bürgerwehr. Die Gewährung der Sicherheit sei allein Sache der Polizei.
Dies stellten auch Heidi Michaelis (PDS) und Andreas Texter (CDU) klar. Die Landespolizei habe mehrfach, insbesondere auch bei Großveranstaltungen bewiesen, dass sie Herr der Lage sei, hieß es. Indes fühlte sich Saeger bestätigt, als ein Jugendlicher erzählte, dass es Vorfälle gebe, wo einzelne Jugendliche von einer Horde anderer junger Leute nachts durch die Innenstadt von Ueckermünde gehetzt würden.
Nordkurier-Ueckermünde
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