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11.03.2003
Jagd auf Restaurantbesucher - Mutmaßliche rechte Täter filmen Angriff in Neubrandenburg mit Videokamera
Neubrandenburg (ddp). Jugendliche Schläger haben in Neubrandenburg Besucher eines Fast-Food-Restaurants überfallen und den Angriff offenbar auch gefilmt. Sie attackierten eine Gruppe von zehn 16- bis 20-jährigen Jugendlichen. Wie die Polizei am Montag auf ddp-Anfrage sagte, war offenbar die Gehbehinderung eines der Opfer der anfängliche Grund für den Angriff, der sich bereits in der Nacht zum Samstag abgespielt hat. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in dem Fall. Den Angaben zufolge pöbelten die Täter den gehbehinderten jungen Mann und seine Begleiter erst in dem Lokal in der Innenstadt an, später trieben sie ihre Opfer durch die Straße. Es gab mehrere leicht Verletzte, die meisten kamen mit Schürfwunden und Prellungen davon, hieß es.
Zwei der Beschuldigten im Alter von 16 Jahren konnten festgenommen werden. Dabei sei auch eine Videokamera sichergestellt worden, mit der die Prügelbande ihre Tat gefilmt haben sollen. Ob die mutmaßlichen Täter, wie von Zeugen behauptet, dem rechten Spektrum zuzuordnen sind, konnte die Polizei vorerst nicht klären.
Die Aufnahmen auf dem Videoband sind nach Angaben des Neubrandenburger Leitenden Oberstaatsanwalts Rainer Moser undeutlich und nur sehr schwer zu erkennen. Deshalb sei es fraglich, ob die Aufnahmen beweiskräftig sind. Die Staatsanwaltschaft überprüfe dies noch. Unterdessen gingen die Ermittlungen nach den übrigen der insgesamt etwa zehn Angreifer weiter.
Nordkurier
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