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11.03.2003
Ausstellung in Peenemünde

Peenemünde (cm). Seit gestern ist es offiziell: Im Historisch-Technischen Informationszentrum Peenemünde wird im Sommer die viel diskutierte Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944" gezeigt. Die meist in Großstädten präsentierte Dokumentation sei eine Auszeichnung für das Museum, sagte Direktor Dirk Zache. Mit Peenemünde werde die renommierte Ausstellung erstmals an einem authentischen Ort der Wehrmachtsgeschichte aufgebaut.

Nordkurier-Anklam

11.03.2003
Wehrmachtsausstellung in Peenemünde

Peenemünde (dpa) Die Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht - Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944" wird im Sommer in Peenemünde gezeigt. Das Hamburger Institut für Sozialforschung habe sich für den Ausstellungsort entschieden, da ein breites Bündnis von Parteien, Verwaltungen und Verbänden vor Ort die Ausstellung gewollt habe, sagte Institutssprecherin Regine Klose-Wolf gestern. Vor drei Wochen hatte das Institut Verhandlungen mit Prora auf Rügen abgebrochen.

Die Ausstellung dokumentiert auf einer Fläche von rund 1000 Quadratmetern die Verbrechen des deutschen Militärs in Ost- und Südosteuropa in den Jahren 1941 bis 1944 und zeigt mit Fotos, Dokumenten und Toneinspielungen die Verstrickung und systematische Beteiligung deutscher Soldaten an der Ermordung von Zivilisten und dem Holocaust.

Die Ausstellung wird vom 25. Juli bis 7. September in der Turbinenhalle der früheren Heeresversuchsanstalt zu sehen sein. Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) begrüßte die Standortwahl.

Ostseezeitung

11.03.2003
Zache: Schau ist für HTI Auszeichnung - Wehrmacht-Ausstellung kommt im Juli

Peenemünde/Hamburg (OZ) Jetzt ist es amtlich. Die vieldiskutierte Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941 - 1944" kommt im Sommer nach Peenemünde. Die vom Hamburger Institut für Sozialforschung erstellte Exposition wird vom 25. Juli bis zum 7. September in der Turbinenhalle des früheren Kraftwerkes zu sehen sein.

Wie es gestern in einer vom Peenemünder Museumsdirektor Dirk Zache verbreiteten Pressemitteilung heißt, kehrt diese Ausstellung damit erstmals an einen authentischen Ort der Wehrmachtsgeschichte zurück. Peenemünde sei bekanntlich das größte Rüstungsprojekt der Wehrmacht gewesen. Zache sieht in der Schau nach dem War-Requiem einen weiteren Höhepunkt für seine Einrichtung und betrachtet die Entscheidung, auf die Insel Usedom zu kommen, auch als eine Auszeichnung für das HTI.

Ähnlich erfreut äußerte sich Landrätin Dr. Syrbe auf den Vertragsabschluss. "Das ist ein Wirtschafts- und Standortfaktor erster Güte für unseren Kreis. Ich hoffe, dass wir damit in dieser Saison noch mehr Besucher auf Usedom begrüßen können", sagte sie gegenüber OZ.

Laut Zache ergebe sich aus der relativ kurzfristigen Entscheidung für Peenemünde (zunächst war bekanntlich Prora im Gespräch) auch viel Arbeit. Immerhin sei ein Bildungs- und Kulturprogramm mit Fachvorträgen, Seminaren, Diskussionsrunden und Kulturveranstaltungen zu erarbeiten. Die Schau werde parallel zur Dauerausstellung im Kraftwerk gezeigt.

Unterdessen haben bereits rechtsextreme Kräfte Proteste gegen die Ausstellung angekündigt.

Ostseezeitung-Wolgast

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