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07.03.2003
Gegendemos sind nicht angemeldet - NPD marschiert morgen durch Greifswalder Stadtteile Schönwalde I und II
Greifswald (OZ) Unter dem Motto "Gemeinsam gegen Krieg und US-Globalisierung" will die NPD morgen durch Schönwalde I und II demonstrieren. Der Aufmarsch, zu dem die Polizei Hunderte Einsatzkräfte nach Greifswald schickt, wird als Versuch der Rechtsextremen gewertet, bei der Bevölkerung zu punkten. Die NPD benutze die allgemeine Anti-Kriegs-Stimmung, um Vorbehalte bei den Menschen abzubauen.
In einer gemeinsamen Erklärung distanzierten sich gestern Oberbürgermeister Dr. Arthur König und das Bürgerforum "Freitagsrunde" vom neuerlichen Aktionismus der NPD. Deren Programm und Veröffentlichungen böten ein gar nicht friedfertiges Bild. Noch immer verharmlosten die Rechtsextremen die durch das nationalsozialistische Regime begangenen Grausamkeiten. Auf ihrer Internetseite bejubele die NPD-Greifswald gar die Opfer des Terror-Anschlags auf das World Trade Center vom 11. September 2001, hieß es auf einer Pressekonferenz. Eine Partei wie die NPD, die Gewalt als Mittel der Politik akzeptiere und praktiziere, die ausländische Bürger in den Stadtteilen verfolge und terrorisiere, Lehrer und Schüler mit Verleumdungs- und Hetzkampagnen einzuschüchtern versuche, habe in einer Demokratie keinen Platz. Greifswald, so OB und Freitagsrunde, habe in den zurückliegenden Jahren gezeigt, dass die NPD und ihre Gesinnungsgenossen nicht erwünscht seien. Daran habe sich nichts geändert. Öffentliche Proteste gegen den morgigen Aufmarsch sind nicht vorgesehen. "Uns liegen keine Anmeldungen für Gegendemos vor", bestätigte die Polizei. Der OB mahnte Gewaltfreiheit an.
Ostseezeitung-Greifswald
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