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07.03.2003
Schüler protestieren gegen Krieg in Teterow - Demonstration in Teterow
 | Entschlossenheit demonstrierten junge Teterower, die sich mit ihren Transparenten in der v.-Pentz-Allee eingefunden hatten. Initiiert hatten Gymnasiasten die Protestaktion, viele andere Schüler und Erwachsene schlossen sich an. Polizei und Ordnungsamt sicherten die Route ab. |
Teterow (mp). "Krieg ist Massenmord, stoppt den Krieg jetzt sofort!" Schon von Weitem waren gestern auf dem Teterower Marktplatz die Anti-Kriegs-Parolen der Schüler zu hören, die sich zuvor zur "No War"-Demonstration in der v.-Pentz-Allee versammelt hatten. Hunderte junger Leute zogen mit Transparenten durch die Stadt, viele Ältere schlossen sich dem Protest der Jugendlichen gegen einen Krieg im Irak an.
Aufgerufen zur Anti-Kriegs-Demo hatten die Schüler der Klasse 9b des Teterower Gymnasiums. Ein Zeichen der Solidarität setzen wolle man und auch die Leute anregen, sich mit den Kriegs-Plänen der Amerikaner auseinanderzusetzen und darüber zu diskutieren, erläuterte Marc-Daniel Leicht, der die Idee für die Protest-Aktion hatte. In der Klasse seien fast alle dafür gewesen. "Wir möchten friedlich gegen einen Krieg im Irak demonstrieren. Es ist kein Protest gegen die Amerikaner, sondern gegen ihre Politik", stellte Marc-Daniel klar. Unterstützung gab es vor allem von den Schülern der Oberstufe, von denen gestern 28 als Ordner fungierten.
Nordkurier-Teterow
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07.03.2003
Viele ältere Bürger folgen Schüler-Aufruf - Jung und Alt protestieren gegen Irak-Krieg
Von unserem Redaktionsmitglied
Monika Puchta
Teterow. Eindrucksvoll widerlegten gestern viele junge Teterower die oft von Älteren geäußerte Ansicht, Jugendliche würden sich nicht für Politik interessieren. Hunderte Schüler zogen durch die Stadt, um in einer friedlichen Demonstration ihrem Protest gegen die Kriegspläne der Amerikaner im Irak Ausdruck zu verleihen. "Bei uns ist fast jeder gegen einen Krieg, in dem viele Unschuldige sterben müssten", begründet Dana Wahlandt aus der 9b des Gymnasiums die Anti-Kriegshaltung der Schüler. Sicher könne man mit einer solchen Demonstration einen Krieg nicht verhindern. "Aber man weiß, man hat etwas getan", ist Alexander Jürges wichtig.
So hatten sich die Initiatoren aus der 9b des Gymnasiums mit Feuereifer in die Vorbereitungen gestürzt. Transparente wurden geschrieben, Shirts bedruckt und Genehmigungen eingeholt. Mit Plakaten warben sie für ihre Aktion.
So waren dem Aufruf gestern auch viele ältere Bürger gefolgt. Schulter an Schulter zogen sie mit den jungen Leuten durch die Straßen. "Krieg ist Terror" stand auf dem Spruchband, das Erwin Mitzkat und Walter Hille über ihre Köpfe hielten. "Wir sind gegen Krieg. Es muss weiter verhandelt werden. Unsere Kinder und Enkel dürfen keinen Krieg erleben", sind sie sich einig.
Keine Lösung
Auch Dorothee Dittmer nutzte gestern die Möglichkeit zum Protest. "Ich war auch bei den Friedensgebeten in der Kirche. Ein Krieg ist keine Lösung. Hervorragend finde ich, dass sich junge Leute engagieren", lobt sie.
Aus Gnoien angereist waren Wolfgang und Karin Linke. "Ich habe zwei Kinder und möchte, dass sie eine Zukunft haben", unterstreicht Wolfgang Linke, der extra sein Geschäft geschlossen hatte, um an der Demo teilnehmen zu können. Als einen "generationsübergreifenden Zusammenhalt" bezeichnet Bürgermeister Reinhard Dettmann (parteilos) den Protest. Die Demo sei eine konsequente Weiterführung dessen, was mit den Friedensgebeten in der Stadtkirche begann.
Nordkurier-Teterow
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