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04.03.2003
Grimmener gegen Krieg im Irak - Friedensdemo mit 170 TeilnehmerInnen gestern auf dem Marktplatz
Grimmen (OZ) Etwa 170 Menschen trafen sich gestern zur Friedenskundgebung auf dem Grimmener Marktplatz. Eingeladen hatten Pastorin Hiltraut Freudenberg, Parteien, Vereine und Verbände. Jung und Alt waren in die Innenstadt gekommen, um ihrer Forderung nach einer friedlichen Lösung für den Irak-Konflikt Ausdruck zu geben.
Unter dem Motto "Krieg ist nicht der Weg" sprachen unter anderem Dr. Gregor Putensen vom Friedensforum Greifswald, PDS-Vorsitzende Christiane Latendorf sowie Hans-Jürgen Höcker (SPD). Pastorin Hiltraut Freudenberg bedauerte, dass sich nur wenige Schüler unter die Teilnehmer gemischt hatten. Aber die wenigen, die kamen, brachten selbst gestaltete Plakate und Transparente mit, wie zum Beispiel Martin Zabel (14) und Hendrik Darda (17). "Krieg ist keine Lösung, um Probleme aus der Welt zu schaffen", betonten sie.
Christiane Latendorf nahm in erster Linien "als Mutter und Familienmitglied" an der Kundgebung teil. "Denn meine Kindheit ist geprägt gewesen von Erzählungen aus dem Krieg", sagte sie und lobte gleichzeitig die anwesenden Grimmener dafür, dass sie sich in der Kriegsfrage nicht stumm verhalten.
Hans-Jürgen Höcker meinte, dass vor allem der Jugend klar gemacht werden müsse, dass nur Dialoge und demokratische Streits brauchbare Lösungen hervorbringen.
Vor der Kundgebung fand in der Kirche St. Marien ein Friedensgebet statt mit etwa 70 Teilnehmern. Sie bekamen hier die Gelegenheit, Kerzen zu entzünden und Fürbitte zu halten. Einige taten das laut vor der Gemeinde, andere im Stillen. Pastorin Hiltraut Freudenberg, die gemeinsam mit Jugenddiakonin Claudia Seitz das Gebet organisierte, sagte, es sei wichtig, den Frieden zu erhalten - mit Gebeten und Demonstrationen.
ALMUT JAEKEL und KERSTIN SCHRÖDER
Ostseezeitung-Grimmen
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