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28.02.2003
Wismarer rechtsextremer Lehrer aus U-Haft entlassen - Staatsanwaltschaft will Beschwerde einlegen

Wismar/Schwerin (dpa) Das Schweriner Landgericht hat den Haftbefehl gegen einen 37-jährigen Gymnasiallehrer wegen eines rechtsextremistisch motivierten Anschlags auf einen Asia-Grill in Wismar aufgehoben. Es gebe keine Haftgründe wie unmittelbare Flucht- oder Verdunklungsgefahr mehr, sagte der Vizepräsident des Landgerichts, Sören Gemes, gestern. Der Prozess soll am 3. April beginnen. Die Tat ereignete sich im vergangenen November.

Die Staatsanwaltschaft kündigte an, gegen die Aufhebung des Haftbefehls Beschwerde einzulegen. Nach Ansicht von Oberstaatsanwalt Hans-Christian Pick besteht aber Fluchtgefahr. Die Anklagebehörde wirft dem aus Krefeld (Nordrhein-Westfalen) stammenden Lehrer Beihilfe zu versuchtem Mord und versuchter schwerer Brandstiftung vor. Er soll zwei damals 18-Jährigen fünf Liter Benzin besorgt haben, mit denen die Gaststätte im Erdgeschoss eines Wismarer Wohnhauses angezündet werden sollte.

Hintergrund der Tat am 4. November 2002 war Fremdenfeindlichkeit. Die Polizei hatte die jungen Männer erwischt, als sie eine Fensterscheibe des Restaurants eingeschlagen und das Benzin bereits ausgegossen hatten. Ein Feuer konnte verhindert werden. Die beiden jungen Männer sitzen noch in Untersuchungshaft.

Schweriner Volkszeitung

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