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27.02.2003
Fremdenfeindlichkeit an Schulen stark zurück gegangen - Befragung unter Greifswalder Schülern ausgewertet
Greifswald (OZ) Unter Schülern an Greifswalder Schulen ist die Fremdenfeindlichkeit von 1998 bis 2002 um die Hälfte zurück gegangen.
Das ist das Hauptergebnis der Studie "Gewalterfahrungen, gesellschaftliche Orientierungen und Risikofaktoren bei Jugendlichen 1998 bis 2002". Mitarbeiter des Lehrstuhls für Kriminologie an der Juristischen Fakultät der Greifswalder Universität hatten dazu 800 Schüler befragt.
Die Auswertung der Daten hatte ergeben, dass bei der ersten Befragung 1998 noch 20 Prozent der Schüler in den 9. Klassen deutlich fremdenfeindliche Gedanken äußerten. Der zweiten Befragung im letzten Jahr zufolge sank die Anzahl dieser Schüler auf unter zehn Prozent.
Kriminologie-Professor Frieder Dünkel sieht als Ursache für den deutlichen Rückgang der Fremdenfeindlichkeit an Greifswalder Schulen die vielfältigen Projekte der Gewaltprävention in der Hansestadt - vor allem werden Projekte der Aufklärung über Gewalt und Kriminalität unter Jugendlichen gefördert.
Ein Rückgang der Fremdenfeindlichkeit ist aber nicht für alle Schulformen gleichermaßen zu beobachten. Die Befragung habe ergeben, dass die Zustimmung zu fremdenfeindlichen Meinungen an Hauptschulen weiterhin hoch sei, so der Kriminologe.
Ostseezeitung
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