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25.02.2003
Ihr Leben stand noch am Anfang - Ausstellung zu Nazi-Jugendkonzentrationslager in Friedland

Friedland (rn). "Nur weil du andere Klamotten anhattest oder nicht regelmäßig zu den Nachmittagen der Hitlerjugend gingst, wurdest du schon in so ein Lager gesteckt", berichtet Kilian Stechert, Schüler der 10. Klasse am Neuen Friedländer Gymnasium. Zusammen mit sieben weiteren Schülern hat er im Verlaufe der vergangenen Woche zahlreiche Führungen durch die Ausstellung "Wir hatten noch gar nicht angefangen zu leben" im Schulgebäude begleitet. Organisiert wurde diese Wanderausstellung zu den Jugend-Konzentrationslagern in Moringen und Uckermark vom Verein "Bunt statt Braun" in Anklam. Die Veranstalter möchten "die Jugendlichen erreichen" und ihnen deutlich machen, wie aus banalen Gründen die 10- bis 25-Jährigen in der Zeit des Nationalsozialismus peinigende Strafen und sadistische Quälereien in den "Jugendschutzlagern" über sich ergehen lassen mussten, ist in einem begleitenden Material zu lesen. Vergangene Woche ist die Ausstellung im Gymnasium eröffnet worden () der Nordkurier berichtete). Der Vorsitzende des Anklamer Vereins, Piet Oltmanns, wies bereits eine Woche zuvor Janine Manthe, Andreas Vogel, Sebastian Mahlhofer, Sophie Jahnke, Linda Walter, Robert Mietz, Katharina Trier und Kilian Stechert in die Thematik ein und bereitete sie auf ihre Führungen vor. Gezeigt wurde der Film "Swingkids". Die anschließende Diskussion zeigte die Ergriffenheit der Friedländer zum Thema. Auch Schüler aus Neverin, Sarnow und den Schulen Friedlands nutzten die Gelegenheit und besuchten die Ausstellung.

Die Führungen durch die Friedländer Gymnasiasten kamen bei den etwa 600 Besuchern sehr gut an, da die Schüler in "ihrer" Sprache das Thema vermittelten und sensibel machten für noch heute existierende Mechanismen von Diskriminierung und Ausgrenzung.

Nordkurier-Friedland

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