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22.02.2003
BGS deckte erneut Fälle von Menschenschleusung auf - Menschen in Rostock und bei Briez an der Einreise nach Deutschland gehindert

Rostock (ddp) Der Bundesgrenzschutz (BGS) hat erneut einen Fall von Menschenschleusung aufgedeckt. In der Nacht zu gestern entdeckten Beamte im Seehafen Rostock in einem Güterzug-Container sieben Männer. Sie hatten sich zwischen der Ladung versteckt, wie der BGS mitteilte.

Die 25- bis 35-Jährigen kommen vermutlich aus dem Irak. Den Aussagen zufolge sind sie per Laster über die Türkei nach Italien geschleust worden. Von dort ging es im Container weiter nach Deutschland, anschließend sei die Weiterreise mit dem Schiff nach Finnland geplant gewesen. Jeder zahlte demnach zwischen 3500 und 7000 US-Dollar für die Schleusung. Alle sieben Männer stellten Asylantrag.

Bereits am Donnerstagabend stoppte der BGS auf der A 11 bei Britz ein Fahrzeug mit vier Insassen. Das Auto war über die polnische Grenze gekommen. Gegen den Fahrzeugführer, einen 36-jährigen gebürtigen Russen mit deutscher Staatsbürgerschaft, werde jetzt wegen des Verdachts der Schleusung ermittelt. Die Mitfahrer, eine 42-jährige Russin und ihre vier und elf Jahre alten Kinder, wurden von einem unbekannten Mann illegal über die "grüne Grenze" nach Deutschland geschleust. Noch gestern sollten die drei an den polnischen Grenzschutz übergeben werden.

Ostseezeitung

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