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12.02.2003
Wehrmachtsausstellung noch nicht ganz sicher - Entscheidung zu Veranstaltungsort wird in der kommenden Woche erwartet - Umfangreiches Begleitprogramm geplant - Neonazis haben sich schon angekündigt
Peenemünde (uq). Die Vorbereitungen für die Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht - Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944", die im Sommer nach Peenemünde kommen soll (wir berichteten), laufen gegenwärtig nur auf Sparflamme. Wie der Chef des Historisch-Technischen Informationszentrums (HTI), Dirk Zache, gestern bestätigte, steht die endgültige Zusage des Hamburger Institutes für Sozialforschung noch immer aus. Sie fällt vor aussichtlich in der nächsten Woche, wenn sich Vertreter des Institutes noch einmal die konkreten Bedingungen im HTI angesehen haben.
Dort soll die Ausstellung bekanntlich vom 25. Juli bis Ende August in der Turbinenhalle gezeigt werden. Zache ist jedoch zuversichtlich, dass die Entscheidung positiv ausfällt. Zugleich hofft er auf ein schnelles Okay, denn langsam wird die Zeit knapp. Schließlich soll die Exposition mit einem umfangreichen Programm gekoppelt werden, das von Vorträgen - unter anderem zur Sozialgeschichte im Dritten Reich - über Diskussionsrunden - beispielsweise zur Täter-Opfer-Problematik oder zum Soldatsein vorgestern, gestern und heute - bis zu kulturellen Veranstaltungen reicht.
Unterdessen hat schon die Aussicht, dass die Ausstellung nach Peenemünde kommt, die rechte Szene mobil gemacht. Ein Sprecher des Landkreises bestätigte gestern, dass bereits eine Anmeldung für eine Freiluftveranstaltung vorliegt und zurzeit geprüft wird. Nach Informationen des UsedomKurier geht der Anmelder - eine bundesweit bekannte Person aus der Szene - von 500 Teilnehmern aus.
Nordkurier-Usedom
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