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12.02.2003
Türkische Kurden übergeben Resolution - Ueckermünde: PDS-Landtagsabgeordneter Gerd Walther nimmt Erklärung entgegen - Nazis bei Friedensdemo dabei
Ueckermünde (ma). Mit einer Resolution haben die türkischen Kurden aus dem Asylbewerberheim Ueckermünde-Bellin zur Irak-Krise Stellung genommen. Am Montagabend übergaben sie nach der Friedensdemonstration eine schriftliche Erklärung an den Landtagsabgeordneten und Kreisvorsitzenden der PDS, Gerd Walther. Darin fordern sie die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern sowie die Bundesregierung auf, "alles nur Erdenkliche gegen die drohende Kriegsgefahr zu unternehmen." Weiter heißt es: "Wirken Sie auf die deutschen Partner - die USA und die Türkei - ein, dass diese keine weiteren Menschenrechtsverletzungen initiieren oder unterstützen."
Weitergabe nach Schwerin
Nach dem 11. September 2001 befinde sich die Welt in einer ständigen Angst vor Kriegen, schreiben die kurdischen Asylbewerber. "Das Regime im Irak soll gestürzt und ein angeblich demokratisches System aufgebaut werden. Ein möglicher Krieg aber brächte für die Menschen außer Blut, Schmerzen, Tod und Krankheiten nichts Gutes."
Außerdem würde der Krieg gegen den Irak nicht zuletzt auf dem Rücken der Kurden ausgetragen werden. Der Druck gegen sie in den jeweiligen Staaten erhöhe sich ständig.
Auch im Irak und in der Türkei sind die Kurden nur Minderheiten. Gerd Walther versprach, die Resolution der türkischen Kurden in Ueckermünde an die Schweriner Landesregierung weiterzureichen. Die kurz zuvor von der PDS initiierte Friedensdemonstration vor der Ueckermünder Marienkirche habe eine gute Resonanz gefunden, schätzte der Landtagsabgeordnete ein. "Etwa 110 Kriegsgegner haben teilgenommen", so der PDS-Mann. Etwas abseits habe zudem eine Gruppe rechtsgesinnter Demonstranten einen möglichen Angriff der USA auf den Irak verurteilt. "Wir werden die Montagsdemonstrationen in Ueckermünde auf jeden Fall fortsetzen", kündigte Gerd Walther an.
Nordkurier-Ueckermünde
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