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08.02.2003
Weit über 2000 Besucher bei Anne Frank - Ausstellung heute letztmals in Greifswald geöffnet
Greifswald (OZ) "Beeindruckend", "beklemmend", "informativ", so der überwiegende Tenor der Gästebucheinträge. Viele der Besucher der Anne-Frank-Ausstellung im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik haben ihre Eindrücke in emotionale Worte gefasst. Einen Monat lang war die Wanderausstellung in Greifswald zu sehen. Heute bietet sich letztmals Gelegenheit.
"Das Interesse der Greifswalder an der Ausstellung, an der Geschichte Anne Franks, war überwältigend", lobt Projektkoordinatorin Brunhild Berger. "Über 1500 Schüler und 750 Einzelpersonen und Kleingruppen waren zu Gast. Mit solchen Zahlen hätten wir in unseren kühnsten Träumen nicht gerechnet." Wegen des großen Interesses wurde die Ausstellung jetzt um einen Tag verlängert. Man wollte natürlich keiner Gruppe absagen. Neben ABM-Kräften haben sich Greifswalder Schüler sehr engagiert an der Durchführung beteiligt. Sogar in den Ferien führten sie Gruppen durch die Schau. Dazu waren die Mädchen und Jungen in einem Seminar vorbereitet worden. Bei einem Treffen mit dem Landesrabbiner William Wolff konnten sie sich zusätzlich über das jüdische Leben im In- und Ausland informieren. Auch die Begleitvorstellungen zur Ausstellung, unter anderem ein Vortrag über Spuren jüdischen Lebens in Greifswald, sowie das Konzertprojekt Theresienstadt waren hervorragend besucht. Als Ort einer Exposition eignet sich das Max-Planck-Institut sehr gut für großflächige Schautafeln. "Sehr gefreut hat mich auch die gute Vor- und auch Nachbereitung der zahlreichen Schulklassen, die natürlich auch notwendig war", so Brunhild Berger. Schüler sowie Lehrer waren sehr offen für das Thema Anne Frank. Die Leiterin der Civitas-Netzwerkstelle des Caritasverbandes für Vorpommern e.V. hofft, dass das Engagement gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus auch nach dem Ende der Ausstellung weitergeht. "Civitas bietet zahlreiche Fördermöglichkeiten, die noch öfter genutzt werden könnten."
Das Wanderprojekt "Anne Frank - eine Geschichte für heute" ist die deutschsprachige Version der internationalen Wanderausstellung des Anne-Frank- Hauses, Amsterdam. Insgesamt wurde sie schon in 400 Städten von mehr als drei Millionen Menschen besucht. Bereits an diesem Wochenende geht die Wanderausstellung weiter auf die Reise. Montag öffnet sie in Dortmund.
Ostseezeitung-Greifswald
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