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31.01.2003
Land will Kosten für Asylheime prüfen - Standorte in Anklam und Wolgast besichtigt
Anklam/Wolgast (sd). Eine dreiköpfige Delegation des Landesamtes für Asyl- und Flüchtlingsfragen hat gestern in Anklam und Wolgast zwar insgesamt drei als Heime vorgeschlagene Gebäude besichtigt. Eine Entscheidung aber sei nicht gefallen, sagte Kreissprecher Christoph Krohn im Anschluss: "Das Land wird nun eine Wirtschaftlichkeitsprüfung vornehmen und dann eine Empfehlung abgeben."
Vize-Landrat Armin Schönfelder, der zusammen mit Sozialamtsleiterin Heike Scheffler die Gäste begleitete, hatte sich im Vorfeld dagegen erwartungsvoll geäußert: "Das Gespräch mit dem Landesamt wird ganz klar den Rahmen abstecken, bei welchem Gebäude das Land mitgeht und bei welchem nicht."
In Anklam schaute sich die Besuchergruppe in der einstigen Kriegsschule sowie der benachbarten ehemaligen Polizeiinspektion um, in Wolgast in einem alten Verwaltungsgebäude der Peenewerft. Die poten- ziellen Vermieter haben dabei dem Landesamt Konzepte übergeben, die nun in die Kostenprüfung mit ein- fließen sollen. Die letzte Entscheidung, welches beziehungsweise wie viele Gebäude für die Unterbringung von Asylbewerbern gemietet werden sollen, liege indes beim Kreis, unterstrich Krohn.
Viertes Objekt noch unklar
Keine Station machten die Be- hördenmitarbeiter unterdessen bei jenem vierten Objekt im Kreisgebiet, das seit der vergangenen Woche ebenfalls als Heim im Gespräch ist. "Das müssen wir selbst erst einmal prüfen. Wir haben noch keinen Zugang zu diesem Haus", sagte der Kreissprecher. Über den Standort machte er keine genaueren Angaben - er befinde sich jedoch in keiner Stadt und auch nicht in der Gemeinde Ducherow; dort war zeitweise das einstige Hotel "Domitel" als Heim im Gespräch. Es sei ein Ort, "von dem bislang noch nicht die Rede war".
Nordkurier-Anklam
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31.01.2003
Zwei Unterkünfte in der engeren Wahl - Amt inspizierte in Ostvorpommern Häuser für Asylbewerber
Wolgast (OZ) Bei der Suche nach einer geeigneten Immobilie für die künftige Unterbringung von Asylbewerbern ist der Landkreis gestern einen wichtigen Schritt voran gekommen. Nach der Besichtigung von insgesamt vier Objekten - nach OZ-Informationen in Anklam und Wolgast - hätten sich zwei "Favoriten" heraus geschält, informierte im Anschluss Vize-Landrat Armin Schönfelder (CDU).
Er hatte gemeinsam mit der kommissarischen Kreissozialamtsleiterin Heike Scheffler sowie leitenden Mitarbeitern des Landesamtes für Asyl- und Flüchtlingsangelegenheiten die Häuser gründlich inspiziert. Zu ihnen zählt auch der Plattenbau unmittelbar neben der Wolgaster Peene-Werft, in dem einst die Baufirma August Reiners ihren Sitz hatte (OZ berichtete). Ob dieses Gebäude zu den beiden heißesten Anwärtern auf den Zuschlag zählt, wollte Schönfelder indes noch nicht preisgeben.
Die Kreisverwaltung werde voraussichtlich bis Ende Februar verschiedene Möglichkeiten der Finanzierung bzw. des Umbaus der Immobilien prüfen. Dabei bestehe grundsätzlich ein Kostenerstattungsanspruch gegenüber dem Land. Da der Bau- und Instandhaltungsaufwand in den beiden bevorzugten Häusern hoch sei, müsse weiter gerechnet werden. Zu entscheiden sei in dem Zusammenhang auch noch, ob der Kreis die Herrichtung der Asylbewerberunterkunft über Auftragsvergaben selbst übernimmt oder dies der künftige Betreiber leistet.
Auf jeden Fall sieht es Schönfelder als günstiger an, vor der endgültigen Entscheidung über die Auswahl den Kreistag einzubeziehen, "auch, um dies politisch abzusichern", sagte er gestern auf Nachfrage unserer Zeitung. Dies könnte auf der März-Sitzung des Gremiums der Fall sein. Die neuen gesetzlichen Richtlinien zur Unterbringung von Asylbewerbern greifen ab nächstes Jahr.
Vollständig aus dem Rennen sei dagegen das lange Zeit als eine Variante gehandelte "Domitel" in Ducherow. "Herr Schubert kann in Ruhe schlafen", merkte Schönfelder dazu lakonisch an.
Ostseezeitung-Wolgast
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