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30.01.2003
Deutsch-polnisches Projekt gut angelaufen - Vorbehalte bei Heringsdorfer Schülern, die nicht dabei sind

Heringsdorf (sts). Seit einem halben Jahr werden Achtklässler der Gymnasien in Heringsdorf und Swinemünde nun gemeinsam in einigen Fächern unterrichtet. "Es ist positiv gelaufen", sagt Jürgen Räsch, Schulleiter des Seebad-Gymnasiums über das Projekt. "Es ist deutlich zu merken, dass die Sprachkenntnisse der Schüler besser geworden sind", weiß er und "untereinander vertragen sie sich gut".

Zwei Klassen gibt es bisher. 22 Heringsdorfer und 31 Swinemünder Gymnasiasten werden in zwei gemischten Klassen neben Deutsch und Polnisch in Musik, Sport und Kunst unterrichtet - eine Woche im Seebad, eine Woche in der polnischen Nachbarstadt. Die deutschen Schüler werden aber wohl weniger werden, weil einige den schulischen Anforderungen insgesamt nicht gerecht werden. Ein "bisschen Kummer" bereiten allerdings auf beiden Seiten Schüler, die immer noch Vorbehalte haben. Allesamt nehmen nicht an dem zweisprachigen Unterrichtteil. "Das bestätigt uns aber darin, dass dieses Projekt notwendig ist", meint Jürgen Räsch. Im Laufe der Zeit werde die Akzeptanz zunehmen, ist er optimistisch.

Im kommenden Schuljahr sollte der zweisprachige Unterricht eigentlich auf zwei Tage in der Woche ausgeweitet werden, aber "es ist schwierig, das auch fachlich zu organisieren. So weit sind die Sprachkenntnisse noch nicht", sagt der Schulleiter. Deshalb bleibt es zunächst bei einem Schultag. In der neunten Klasse soll es dann gemeinsamen Mathe-, Informatik- und Sportunterricht geben. Für die Oberstufe sind zunächst Projektunterricht wie Chor oder Töpfern.

Nordkurier-Usedom

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