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29.01.2003
Leid des Krieges dokumentiert - Ausstellung mit historischen Fotografien zeigt Zerstörungen in Demmin

Nordkurier-Bild

Eine Mahnung an das Elend des Krieges: Die Bilder aus dem zerstörten Demmin weckten wohl so manche Erinnerung. Seit gestern Abend sind sie in der Gedächtniskapelle im Eingangsbereich neben dem Turmportal von St. Bartholomaei zu sehen

Demmin. Um ein Detail reicher ist jetzt die Gedächtniskapelle für die Gefallenen der vergangenen Kriege in der Demminer Kirche St. Bartholomaei. Gestern Abend eröffneten Pastor Christoph Tiede und Bürgermeister Ernst Wellmer (CDU) im Beisein von etwa 30 Bürgern dort eine kleine Dokumentation mit Reproduktionen historischer Bilder unter anderem des Demminer Fotografen Max Ehlert.

Die zu einem Diorama angeordneten Fotografien zeigen teils Aufnahmen aus der früheren Demminer Altstadt, großteils aber Eindrücke von den Zerstörungen bei Kriegsende. Trümmerlandschaften. Schutthaufen vor der Kirche beispielsweise, ausgebrannte Häuser, zerstörte Straßenzüge.

Gedenktag fortgesetzt

Die Eröffnung der Ausstellung stand nach den Worten des Bürgermeisters noch im Zeichen des vorangegangenen Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus, bei dem am Montag Stadt- und Verbandsvertreter sowie CDU und PDS Kränze auf dem Barlachplatz niedergelegt hatten. Mit dem Thema im Zusammenhang stand auch das an die Eröffnung folgende Chorkonzert unter dem Titel "Licht &Trost".

Dieses Motto passe an diese Stelle, befand Pastor Tiede. Die Bilder seien Erinnerungen, die auch mit Trost zusammenhingen. Jeder, der den Krieg miterlebte, habe versucht, ein Stück Licht wieder zu sehen. "Licht und Trost", meinte Tiede, "sind zwei Sachen, die wir immer wieder im Leben brauchen."

Der historischen Aufarbeitung der damaligen Ereignisse sollen indessen nicht nur die Fotografien dienen. Vielmehr ist auch die Broschüre "Das Kriegsende in Demmin 1945" von Norbert Buske ausgelegt. "Die darin enthaltene Zusammenfassung der Ereignisse vom 28. April bis zum 4. Mai 1945", sagte Wellmer, "macht die Folgen des von den deutschen Faschisten begonnenen Krieges sehr deutlich."

Nordkurier-Demmin

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