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28.01.2003
Rostocker Bündnis gegen Krieg

Rostock (OZ/MCP) Gegen einen drohenden Irak-Krieg will sich das Rostocker Friedensbündnis stark machen. Es rief gestern in der Hansestadt zur Teilnahme an einer Anti-Kriegsdemonstration am 15. Februar in Berlin auf. Ziel des Bündnisses, in dem sich unter anderem Gewerkschaften, die evangelische Kirche, SPD, PDS und Bündnis 90 sowie der Rostocker Ausländerbeirat engagieren, ist es, eine breite Allianz gegen Krieg und für Frieden im Irak zu schmieden. Neben der Berliner Demonstration sind auch in Rostock verschiedene Aktionen geplant. Infos zur Demo und zum Bündnis gibt der DGB Rostock.

Ostseezeitung

28.01.2003
Flagge zeigen gegen den Krieg auf Großdemo in Berlin - Interreligiöses Friedensgebet im Rostocker Rathaus - Transparente an Marienkirche und Gewerkschaftshaus

Was können wir in Rostock tun, um einen Krieg im Irak noch zu verhindern? Unter diesem Motto diskutierten gestern auf Einladung des DGB rund 40 Vertreter von Vereinen, Parteien und Gewerkschaften. Als ein Hauptziel formulierten die Teilnehmer die Mobilisierung der Rostocker zu einer geplanten Großdemonstration gegen den Krieg am Sonnabend, 15. Februar, in Berlin. "Es gab Ideen, an diesem Tag auch in Rostock etwas zu starten, aber wir unterstützen lieber die Idee, dass in den Hauptstädten der Welt auf die Straße gegangen wird", so Reinhard Knisch, der Regionsvorsitzende des DGB. Er hatte die Veranstaltung zusammen mit Pastor Jens Langer moderiert. "Als Aufruf wird es auch Transparente an der Marienkirche und am Gewerkschaftshaus geben", erklärte Knisch. Der DGB organisiert ab Rostock Busfahrten zur Friedensdemo nach Berlin. Karten sind für zehn Euro ab Donnerstag im Gewerkschaftshaus erhältlich.

Außerdem wurde gestern angekündigt, dass es vor dem Hintergrund der Kriegsangst am Montag, 10. Februar, um 18.00 Uhr, im Rathaus ein interreligiöses Gebet für Moslems, Juden und Christen geben soll.

Eine Zwischenbilanz wurde zudem zum Rostocker Aufruf "Nein zum Krieg" gezogen. Insgesamt 1100 Euro waren vergangene Woche auf dem Unterstützerkonto eingegangen. Dafür sollen noch vor dem 15. Februar Zeitungsanzeigen mit dem Aufruf geschaltet werden. "Ich bedauere nur, dass bisher keine Unterstützung aus der Wirtschaft gekommen ist", erklärte Reinhard Knisch.

Schweriner Volkszeitung

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