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28.01.2003
Protest gegen Säbelrasseln der USA - Neustädter gedachten der KZ-Opfer und mahnten vor möglichem Irak-Krieg

Neustadt-Glewe. Die Angst der Menschen in Deutschland vor einem möglichen Krieg im Irak wächst zunehmend. Erinnerungen an schlimme Zeiten werden wach. Widerstand und Protest formierten sich jetzt in der Lewitzstadt.

Der Neustädter Maler Franz Mischinger begrüßte am letzten Sonntag die Teilnehmer der Gedenkstunde am Mahnmal des KZ Ravensbrück am Flugplatz. "Vor dem drohenden Irak-Krieg warnen, heißt auch der Opfer von Krieg und Gewalt gedenken. Für 5 000 weibliche Häftlinge war das Lager eine Hölle. Heute erinnern ein Gedenkstein, der Gedenkweg und eine Ausstellung an den Leidensweg", so der Friedensaktivist.

Er forderte nicht nur die Teilnehmer auf, die Stimme hörbar gegen die militärische Auseinandersetzung zu erheben. Noch sei ist es nicht zu spät, beschwor er die Menge. Peter Warnecke verurteilte im Namen der PDS-Stadtfraktion das Kriegsstreben der USA. Was die Ameriakaner gegen die Irak Armee, die nur noch ein Fünftel ihrer Stärke von vor 12 Jahren besitzt, hat aufmarschieren lassen, lässt erahnen, was, um Öl-Interessen zu sichern, an Menschenleben geopfert werden soll. Der Kommunalpolitiker hofft, daß die in der Welt leider viel zu spät eingesetzte Protestbewegung noch Erfolg bringen wird. Besorgt fragte er weiterhin, ob einige denn erst aufwachen, wenn der erste deutsche Soldat im Zinksarg nach Hause zurückkommt.

Der bekannte Künstler Franz Mischinger zeigte nach der Gedenkveranstaltung drei seiner Bilder "Gegen den Krieg". Ein viertes behandelt die Ereignisse des 11. Septembers und steht unter dem Tema "Beginn der Kriege des 21. Jahrhunderts." Mischinger möchte diese Bilder gern öffentlich ausstellen, nach Möglichkeit dort, wo viel Publikumsverkehr ist.

Schweriner Volkszeitung-Neustadt-Glewe

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