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23.01.2003
Sigrid Keler diskutierte mit Studenten über Finanzsituation - "Explosive" Auseinandersetzung zwischen der Finanzministerin und Rostocker Studenten und Rektor
Rostock (OZ) Gestern stellte sich Finanzministerin Sigrid Keler (SPD) in einer Podiumsdiskussion an der Universität Rostock Fragen der Studenten zu geplanten Personal- und Mittelkürzungen an den Hochschulen von M-V.
"Zu Beginn ist die Diskussion schwer in Gang gekommen. Zum Ende hin wurde sie aber richtig explosiv, als die Ministerin und der Rostocker Universitäts-Kanzler darüber stritten, wer für den angespannten Uni-Haushalt verantwortlich ist", sagte Michael Fengler vom Allgemeinen Studentenausschuss der Uni Rostock. Etwa 100 Studenten - vor allem aus Rostock, aber auch von anderen Hochschulen des Landes - wollten sich von der Ministerin die Finanz-Situation in M-V und deren Auswirkungen auf die Hochschulen erklären lassen. Sigrid Keler habe die 1,5 Prozent Zuwachs für den Hochschulbereich im Landeshaushalt als Erfolg verteidigt, sagte Fengler. Gleichzeitig habe sie zugegeben, dass dies nicht ausreiche, um die jüngsten Tariferhöhungen für die Hochschul-Mitarbeiter auszugleichen. Bei den Hochschulen werde nicht gekürzt, habe die Ministerin erklärt. Die bis 2006 an der Uni Rostock wegfallenden 140 Stellen müssten innerhalb der Uni geklärt werden.
Eine für gestern im Rostocker Rathaus geplante Vorlesung wurde auf nächste Woche verschoben, sagte Biologie-Studentin Stefanie Schnell von der Protestgruppe an der Rostocker Uni. Dann sollen auch weitere öffentliche Vorlesungen in Bussen und Straßenbahnen gehalten werden. Die ersten beiden in dieser Woche seien von Fahrgästen überwiegend positiv bewertet worden.
Ostseezeitung
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