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23.01.2003
200 anerkannte Asylbewerber leben im Müritz-Kreis - Sozialausschuss beschäftigt sich mit gesetzlichen Grundlagen - Rest-Jugoslawien an der Spitze
Müritzkreis (ure). Im Landkreis Müritz leben derzeit 200 anerkannte Asylbewerber. Das sagte gestern Siegfried Roloff, Leiter des Sozialamtes, gegenüber dem Nordkurier, nachdem das Thema die Mitglieder des Sozialausschusses während dessen jüngster Sitzung beschäftigt hatte. "Das ist ein normaler Stand und auch das, was der Kreis auf Grund seiner Kapazitäten verkraften kann", schätzte der Behörden-Chef ein. An der Spitze der Herkunftsländer rangierten Rest- Jugoslawien, Togo, die Türkei und der Irak. Letztere beiden Staaten stellten eine Besonderheit dar, da es sich bei den Asylbewerbern vor allem um Kurden handelt, so Roloff. Menschenrechtlern zufolge wird die Minderheit in beiden Ländern verfolgt und drangsaliert. Das Thema Asylverfahren hatte auf der Tagesordnung des Sozialausschusses gestanden, um die Mitglieder umfassend über gesetzliche Grundlagen zu informieren, sagte Roloff.
Zurückgestellt wurde indes ein anderer Tagesordnungspunkt - die Vorstellung der Projektbezuschussung der freien Träger und Vereine für 2003. Grund für die Vertagung ist laut Amtsleiter, dass bis dato noch kein Antrag vorliegt: "Es ist ja auch noch Zeit bis März, um die Mittel zu beantragen. Insofern haben wir die Verteilung der Gelder vielleicht etwas früh in den Ausschuss gebracht." In den Jahren zuvor hätte man indes zum vergleichbaren Zeitpunkt schon eine ganz sichere Antragslage gehabt.
Nordkurier-Waren
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