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16.01.2003
Alte Polizei nun als Heim für Asylbewerber im Gespräch - Besitzer unterbreitet Kreis Ostvorpommern Angebot - Landesamt soll Gebäude in Anklam prüfen
Anklam (aw). Nicht die einstige Kriegsschule, sondern das alte Polizeigebäude daneben soll nach dem Willen der Besitzer zum Asylbewerberheim umgebaut werden. Ein solches Angebot sei jetzt dem Kreis zugegangen, sagte gestern Lutz Begrow, der das Gebäude zusammen mit Josef Steinemann nach dem Auszug der Polizei im Juni 2001 ersteigert hatte. Doch so richtig glücklich scheint Begrow, der auch das Hotel "Pirol" in Korswandt betreibt, mit dieser Lösung nicht zu sein. Denn eben diese Variante habe er bereits im Mai des vergangenen Jahres schon einmal mit dem damaligen Vize-Landrat Gerwald Meesmann (CDU) diskutiert. Dieser habe jedoch mit der Begründung, durch die Lage der alten Polizeiinspektion würden "soziale Spannungen" vorprogrammiert sein, abgelehnt.
Wohnblock für Ältere
Nach eigenen Angaben sei er darüber auch nicht weiter verärgert gewesen, sagte Begrow. Er hätte sich ohnehin gewünscht, die Kreisverwaltung würde geschlossen in die ehemalige Kriegsschule ziehen und er die alte Polizei zu einem Wohnblock für ältere Menschen umbauen. Letzteres habe er bereits von einem Planungsbüro prüfen lassen. Doch da nun die alte Kriegsschule für ein Asylbewerberheim im Gespräch ist, habe er das Vorhaben gestoppt und sein Angebot vom Mai erneuert. Die Wohnungen ließen sich mit einem Asylbewerberheim daneben nicht vermieten, so Begrow.
Kreissprecher Christoph Krohn bestätigte gestern, dass es bereits Gespräche im Mai gegeben hatte und dass jetzt erneut ein Angebot von Begrow vorliege. Das Schreiben werde nun geprüft. Krohn kündigte zudem an, dass Vertreter des Landesamtes für Asyl- und Flüchtlingsfragen im Februar das alte Polizeigebäude vor Ort näher unter die Lupe nehmen werden.
Nordkurier-Anklam
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