Presse-Schau

worüber wird in den Medien geschrieben?

zurück zu den News

14.01.2003
Bus-Kameras sollen Rowdys auf die Finger sehen - Stadtwerke on Neubrandenburg nehmen vier Fahrzeuge in Betrieb

Neubrandenburg (mg). Runde 380 000 Euro Schaden haben Rowdys 2002 in Stadtbussen angerichtet. "Das entspricht genau 1,5 von diesen hochmodernen Bussen", verdeutlichte Holger Hanson, Geschäftsführer der Neubrandenburger Stadtwerke neu.sw, gestern Vormittag auf dem Marktplatz. Dort präsentierte das Unternehmen seine vier neuen Fahrzeuge. Das auffällige Quartett mitten auf dem Markt zog viele neugierige Passanten an, die gern die Chance zum Fachsimpeln mit Busfahrern oder dem Vertreter von Mercedes Benz nutzten. Die Firma hatte die europaweite Ausschreibung der neu.sw gewonnen und die Busse bis ins Detail nach deren Wünschen gebaut. An der Front wirbt ein pfiffiges Bürschlein für das städtische Unternehmen. Ebenso auffällig ist das stadtwerke-typische Türkis, das vom Streifen an der Karosse bis zum Sprenkel im Fußbodenbelag auftaucht. Unsichtbar - doch bei Besichtigung und Probefahrt um den Ring deutlich zu spüren - bleibt Webastos Beitrag an der Ausstattung der Busse: Lüftungsklappen im Dach und eine Heizung. Eine mitlenkende Hinterachse, Luftdruckbremsen, Automatikgetriebe - die Liste technischer Finessen in den Bussen ist lang. Nicht zuletzt sind sie behindertengerecht: mit einer Hydraulik zum Absenken an Bordsteinkanten und einer Klapprampe, die rollenden Gefährten darüber hinaus den Einstieg erleichtern kann.

Sitze gegenüber

Was aber am meisten Eindruck machte, sind die drei Videokameras an Bord. "Damit sie diese Messerschlitzer endlich an den Haken kriegen", wie ein Zaungast schlussfolgerte. Oberbürgermeister Paul Krüger (CDU) wertet die Überwachungstechnik als Zeichen, dass die Stadt im Kampf gegen Vandalismus nicht klein bei gibt. "Sie dient der Abschreckung und um Täter dingfest zu machen", betonte er und plädierte dafür, verstärkt auf zivilrechtlichem Wege Schadensersatzansprüche einzufordern. "Ein solcher Titel ist 30 Jahre lang vollstreckbar", sagte der OB um mit dem Irrglauben aufzuräumen, von den Tätern sei kein Geld zu bekommen.

Dem Ziel, Randalierern weniger Zerstörungschancen zu geben, dient auch die ungewöhnliche Platzanordnung im Heck der Busse. Dort sitzen sich nämlich die Passagiere gegenüber.

Nordkurier-Altentreptow

diskutieren? auf ins Forum!