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03.01.2003
Rechtsverkehr stoppt rechten Verkehr - "Patrioten" müssen im hessischen Ehringhausen weichen - Verfassungsschutz MV: Keine Auflösungserscheinungen in Waren

Waren/Ehringshausen (ure). "Bei uns ist es geschafft - ich wünsche Ihnen in Waren auch, dass sie die bald los sind". Der Bürgermeister der hessischen Gemeinde Ehringshausen, Eberhard Niebch (parteilos), bestätigte damit Informationen des Nordkurier, wonach dort der ursprüngliche Hauptsitz des rechtsgerichteten "Patriotentreffs" der Abrissbirne zum Opfer fällt. Betrieben wurde er unter anderem durch die NPD-Politikerin Doris Zutt, die bekanntlich im hiesigen Waren ein gleichnamiges Etablissement unterhält.

Steht nun zu befürchten, dass sich die selbst ernannten Patrioten auf die Müritzstadt konzentrieren? "Wir haben keinerlei Informationen, dass daran gedacht ist, die Aktivitäten auszudehnen", schätzte dazu gestern ein Sprecher des mecklenburg-vorpommerschen Verfassungsschutzes ein. Andererseits seien aber auch keinerlei Unruhe oder Auflösungserscheinungen registriert worden.

Nach Auskunft des Ehringshausener Bürgermeisters jedenfalls war es ein langer Kampf, bis der so genannte "Patriotentreff" die Pforten dicht machte. Das entsprechende Gebäude sei vom Land Hessen gekauft worden, auf dem Areal soll ein Kreisel entstehen - eine recht sinnvolle Einrichtung. Darüber hinaus habe man sich auch parteienübergreifend engagiert, sowohl CDU als auch SPD und FDP hätten mitgemacht. Die NPD selber, deren Fraktion von sieben Mitgliedern auf zwei geschrumpft sei, glänze außerdem öfters durch Abwesenheit, schilderte Niebch Erfahrungen mit den "Patrioten".

Nordkurier-Waren

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