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02.01.2003
Tabu und Integration - Probleme von und mit Aussiedlern in Torgelow

Torgelow (wil). Etwa 100 Familien von Spätaussiedlern leben in Torgelow. Die meisten der Wolgadeutschen haben sich dem Lebensrhythmus, den Sitten und Regularien des Alltags angepasst. Unter anderem auch dank der Integrationsbemühungen des Torgelower Aussiedlerbeirates sowie der Volkssolidarität, die als Träger des Aussiedlerheimes der Stadt fungiert.

Dem Beirat geht es insbesondere um die Erlangung von Deutschkenntnissen vor allem der jüngeren Spätaussiedler. Schließlich ist dies die Grundvoraussetzung für die Integration in Deutschland. Auf Initiative von Peter Fels von der Volkssolidarität und mit Unterstützung der ehemaligen Nordkurier-Redakteurin Janine Wergin erschien im vergangenen Jahr sogar die erste Ausgabe des "Harlekin", eine Zeitung, die sich speziell an junge Aussiedler richtet.

Allerdings gibt es auch eine andere Seite: So gehört Torgelow neben Greifswald zu den Schwerpunkten von Straftaten gewaltbereiter Aussiedler, wie Albrecht Süptitz vom evangelischen Jugendgemeinschaftswerk einschätzt. Auch die offene Straßenschlacht von 30 Jugendlichen und Erwachsenen mit der Polizei Ende August 2002 soll auf das Konto der Wolgadeutschen gehen. Die Polizei tut sich allerdings oft schwer mit der Schuldzuweisung und meldet verschiedene Vorkommnisse erst gar nicht. Auch die offene Diskussion in der Stadt über diese Probleme ist derzeit noch nicht möglich.

Nordkurier

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