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12.12.2002
Erziehung der Kleinsten kennt keine Hautfarbe - Pädagogen aus Israel und Polen in der Schweriner Kita "Lütte Meckelbörger"

Mueßer Holz. Kindererziehung kennt keine Hautfarbe oder Nationalität: In der Kindertagesstätte des Internationalen Bundes (IB) "Lütte Meckelbörger" lernen Kinder deutscher, russischer und vietnamesischer Herkunft gemeinsam. Integration, von der sich jetzt Erzieher aus Israel und Polen ein Bild machten.

Der Erfahrungsaustausch wird beim Internationalen Bund, dem Träger der Kita "Lütte Meckelbörger", seit Jahren groß geschrieben. Vor zwei Jahren hatten Schweriner Erzieherinnen in Israel Kinderbetreuungseinrichtungen besucht, im vergangenen Jahr waren sie in Schwerins italienischer Partnerstadt Reggio Emilia. "Es geht uns vor allem um den Erfahrungsaustausch für die Arbeit mit Kindern im Vorschulalter", sagt Kita-Leiterin Marianne Hopp. Dabei dominiere die Weiterentwicklung der Bildung und die Gewährleistung der Chancengleichheit für Kinder.

Gerade letzteres wird in der Kita "Lütte Meckelbörger" täglich praktiziert. Denn in der Einrichtung in der Keplerstraße betreut das Team um Marianne Hopp deutsche Steppkes ebenso wie Kinder jüdischer Migranten oder von Spätaussiedlern aus den ehemaligen Republiken der Sowjetunion. Klar, dass gerade diese multinationale Erziehung vor allem bei den Gästen vom israelischen Verband IACC von Interesse sind. Gemeinsam mit einer Erzieherin aus Polen besuchte die kleine Delegation in den vergangenen Tagen die Schweriner Kita.

Marianne Hopp: "Dieser Fachkräfteaustausch unterstützt die Qualifizierung der Mitarbeiterinnen in der Ganztagsförderung von Kindern für die Arbeit mit Kindern unterschiedlicher kultureller und ethnischer Herkunft." Die Gäste führten dazu vor Ort gemeinsam mit den Kindern ein Projekt durch und lernten so die pädagogischen Konzepte der IB-Kitas praktisch kennen. Ebenfalls gemeinsam mit den Kita-Kindern konnten die israelischen und polnischen Gäste ihre Erfahrungen in der Arbeit mit den einheimischen und zugewanderten Kindern besprechen.

Während ihres Deutschlandaufenthaltes besuchen die Israelis und Polen heute und morgen auch Berliner und Stralsunder Kindereinrichtungen.

Timo Weber

Schweriner Volkszeitung-Schwerin

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