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10.12.2002
"Tanzende Rollen" verkörpern Demokratie und Toleranz - Schüler der 9. Klasse produzierten sich in Warin kreativ und lernten dazu

Warin Einen Schulunterricht ganz anderer Art veranstalteten die Schüler der Klasse 9a der Verbundenen Haupt- und Realschule. Gemeinsam mit dem Schulsozialarbeiter organisierte Annett Linke vom Christlichen Jugenddorfwerk Wismar das Projekt "Tanzende Rollen". "Das Ganze gehört zum Projekt Entimon - Demokratie und Toleranz - miteinander leben und arbeiten, welches vom Bund gefördert wird", erklärte Annett Linke. Die Schüler der 9. Klasse waren eingeladen, dieses Projekt mitzugestalten.

Drei Phasen waren vorgegeben: Zuerst saßen alle zusammen in einem Kreis und sprachen über Identität, Ausländer, Asylbewerber, Rechte und Erfahrungen. "Hier versuchen wir Vorurteile gegenüber Ausländern und Asylbewerbern aufzuweichen", so Linke. In der zweiten Phase kamen die "Tanzenden Rollen" ins Spiel. Ausgedacht hatte sich das der Künstler Momade Rafik Usta aus Schwerin (gebürtig in Mosambique). Dicke Papprollen bis zu zwei Meter lang wurden verteilt und jeder Schüler grundierte eine Rolle, um sie dann zu bemalen. Dabei sollten eigene Gedanken in Bezug auf Fremdenfeindlichkeit, Rassismus etc. umgesetzt werden. In der dritten Phase wurden die kreativen Ergebnisse untereinander ausgewertet. Damit auch andere zum Nachdenken angeregt werden und das Projekt bekannter wird, sollen die "Tanzenden Rollen" öffentlich ausgehängt werden. K.M.

Schweriner Volkszeitung-Sternberg

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