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02.12.2002
CDU will Aufklärung - Unter anderem Pläne über Flüchtlingsheim in Anklam bei Kreisvorstandssitzung beraten
Ostvorpommern/Anklam (sd). Der Vorstoß des Kreis- und Landtagsabgeordneten Wolfgang Riemann (CDU), der sich für eine weitere Amtszeit von Vize-Landrätin Monika Gehm als zweite Beigeordnete ausgesprochen hatte, ist im Kreisvorstand seiner Partei "kritisch zur Kenntnis genommen worden". Wie der amtierende CDU- Chef Herbert Kautz nach der jüngsten Sitzung betonte, wird die Union "mit Sicherheit einen Kandidaten für das Amt des zweiten Beigeordneten benennen". Es gebe bereits zwei mögliche Bewerber.
Dagegen hatte Riemann vor Wochenfrist unterstrichen, die von der FDP gestellte Amtsinhaberin Gehm könnte wiedergewählt werden - je nachdem, "wie sie auf uns zugeht". Damit hat er an der Spitze der Kreis-CDU für Unverständnis gesorgt. Schließlich "gilt unser Strategiepapier weiterhin", unterstrich Kautz. Wie berichtet, hatten die Christdemokraten nach der Wahlniederlage von Kautz um das Amt des ostvorpommerschen Landrates im vergangenen Jahr beschlossen, beide Beigeordneten zu stellen. Mit Armin Schönfelder hat die Union bereits den Nachfolger für den bisherigen ersten Vize-Landrat Gerwald Meesmann durchgesetzt, im nächsten Jahr läuft die Amtszeit von Monika Gehm ab.
Thema Flüchtlingsheim
Befasst hat sich der Vorstand auch mit den Kreis-Plänen, die einstige Anklamer Kriegsschule als Asylbewerber-Heim zu nutzen. Man müsse zwar "die Befindlichkeiten bei den Bürgern berücksichtigen", sagte Kautz. "Aber man muss ihnen gegenüber aufklärend wirken." So habe es entgegen ursprünglicher Befürchtungen von Gewerbetreibenden auch keine Schwierigkeiten gegeben, als das frühere "Hotel Anklam" zum Wohnheim für Flüchtlinge umgenutzt wurde.
Nordkurier-Anklam
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