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02.12.2002
Usedomer Asylbewerberheim durch Brand teilweise zerstört - Brandursache unklar
Von unserem Redaktionsmitglied Claudia Müller
Zirchow. Die letzten Feuerwehrmänner rückten erst gestern um 9 Uhr ab. Da waren sie sicher, dass das Feuer, das ein Gebäude des Asylbewerberheimes in Zirchow weitgehend zerstört hat, nicht wieder aufflackern würde. Der Brand war am Sonnabend gegen 16.50 Uhr aus bisher ungeklärter Ursache ausgebrochen und hinterließ einen Schaden von rund 500 000 Euro. Außerdem musste ein 14-jähriger Junge aus Armenien wegen des Verdachts einer Rauchgasvergiftung ins Wolgaster Krankenhaus gebracht werden, teilte Polizeisprecher Axel Falkenberg mit. Nach seinen Worten war der Junge der erste, der das Feuer in einem Zimmer des Obergeschosses entdeckte, als er von einer Feier in das Heim zurückkehrte. Auch gestern war er noch nicht ansprechbar; der Kreislauf müsse erst stabilisiert werden, hieß es. Bewohner des Asylbewerberheimes versuchten laut Falkenberg zunächst, den Brand selbst zu löschen, blieben jedoch erfolglos und brachten sich in Sicherheit. Insgesamt waren dann 77 Feuerwehrleute aus Zirchow, Garz, Ulrichshorst, Dargen, Heringsdorf, Bansin und Ahlbeck im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bringen; der Dachstuhl und die oberste Etage brannten aber trotzdem aus. Eine Gefahr für benachbarte Häuser - bekanntlich liegt das Behindertenzentrum "Am Kleinen Haff" gleich nebenan - habe aber nicht bestanden, betonte Kreiswehrführer Ruthard Groenow. Er war ebenfalls alarmiert worden und hatte im Laufe der Aktion die Einsatzleitung übernommen, nachdem erst der Ahlbecker Wehrleiter und Amtswehrführer Volkmar Gamradt die Fäden in der Hand hatte.
Inzwischen haben Brandursachenermittler ihre Arbeit aufgenommen. In dem Asylberwerberheim, das aus zwei Gebäuden besteht, lebten nach Angaben von Polizeisprecher Falkenberg insgesamt 83 Personen, die unter anderem aus Armenien, Jugoslawien und Sri Lanka stammen. 49 von ihnen sind von dem Brand betroffen und mussten in den zweiten Trakt beziehungsweise in Heime in Anklam und Greifswald umziehen.
Nordkurier-Usedom
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02.12.2002
Brand in Asylbewerberheim auf Usedom
Zirchow (ddp) In einem Asylbewerberheim in Zirchow bei Heringsdorf auf der Insel Usedom ist am Samstagnachmittag ein Feuer ausgebrochen. Der Brand zerstörte das Obergeschoss eines zweistöckigen Hauses und den Dachstuhl, wie die Polizei in Anklam mitteilte. Ein 14-jähriger Heimbewohner aus Armenien musste wegen einer Rauchvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Er befinde sich inzwischen außer Lebensgefahr, müsse aber noch stationär behandelt werden, teilten die Ärzte gestern mit.
Der Junge bewohnte mit seinen Eltern das Zimmer, in dem vermutlich das Feuer ausgebrochen war. Die Eltern waren während des Brandes nicht anwesend. Die 49 Asylbewerber vor allem aus Armenien, Sri Lanka und dem früheren Jugoslawien mussten wegen des Feuers vorübergehend ihre Quartiere wechseln. Ein Teil von ihnen erhielt Unterkunft in Anklam und Greifswald. Der Schaden wird auf eine halbe Million Euro geschätzt. Zum Löschen des Feuers waren bis nach Mitternacht Feuerwehren aus fünf Ortschaften im Einsatz.
Die genaue Brandursache sei noch unklar, sagte gestern ein Brandermittler vor Ort. Es gebe jedoch keine Hinweise auf einen möglichen Anschlag. Die Untersuchungen seien kompliziert, da an der mutmaßlichen Brandausbruchstelle zunächst erst einmal größere Mengen Schutt abgeräumt werden müssten.
Ostseezeitung
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