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28.11.2002
Studenten wollen weiter gegen Stellenkürzungen protestieren - Aktionen in Rostock, Neubrandenburg, Greifswald
Rostock (OZ/dpa) Es geht immer weiter. Die Studenten an den Hochschulen in M-V werden in den nächsten Wochen wieder gegen die von der Landesregierung geplanten Personalkürzungen protestieren.
An der Universität Rostock wollen Studenten heute auf dem Uni-Platz ab 13 Uhr gegen Stellenabbau demonstrieren. Unter dem Motto "Von Nichts kommt Nichts" dagegen, dass bereits 2003 der Etat der Uni-Bibliothek um 65 Prozent gekürzt werden solle. Bis 2006 seien fünf Prozent des Personals "abzubauen". 140 Stellen, wird befürchtet. Studentenrats-Präsidentin Claudia Fichelmann: "Sparmaßnahmen können erst angewendet werden, wenn die Studentenzahl tatsächlich geringer wird". Die Landesregierung gehe in den nächsten Jahren vom Rückgang auf 15 000 Studenten aus. Zurzeit seien es über 28 000 in M-V.
"Profs on air" waren gestern an der Fachhochschule Neubrandenburg zu hören. "Nach zwei Demos und 24-Stunden-Mahnwache vor der FH wollen wir mit Radiovorlesungen vor überfüllten Hörsälen warnen", so Thorsten Schild vom AStA. In M-V seien 450 Hochschul-Stellen in Gefahr, 18 in Neubrandenburg. "Gespart werden muss", sagt er. Aber nicht auf Kosten der Lehre.
Stralsunds Studenten stehen zu den Protesten im Land. Kürzungen gefährden neue internationale Studiengänge und mindern die Qualität des Studiums, hieß es aus der FH.
Die Greifswalder Studenten halten ab morgen in der Mensa eine 24-Stunden-Vorlesung ab. Start ist 18 Uhr mit einem Vortrag von Finanzministerin Keler, kündigt AStA-Chef Robert Tremmel an.
B. SCHMIDTBAUER
Ostseezeitung
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