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23.11.2002
Trendwende bei Fremdenfeindlichkeit unter Jugendlichen im Osten - Greifswalder Studie zeigt angeblichen Rückgang

Rostock (dpa) Die Fremdenfeindlichkeit unter Jugendlichen in den neuen Ländern ist nach Erkenntnissen von Extremismusforschern spürbar zurückgegangen. Eine aktuelle Studie der Universität Greifswald zeige, dass die Zahl der Jugendlichen mit extrem fremdenfeindlichen Einstellungen seit 1998 von 20 auf 10 Prozent zurückging, sagte Kriminologe Bernd Geng gestern bei einer Tagung in Rostock.
Die Ergebnisse einer Befragung von 724 Schülern in den neunten Klassen Greifswalds würden durch Studien in anderen ostdeutschen Ländern untermauert. Damit zeichne sich eine deutliche Trendwende ab. Als Grund dafür nannte Geng die erfolgreiche Präventionsarbeit der letzten Jahre und den "Wandel des Zeitgeistes". Bei Jugendlichen sei angekommen, dass rechts sein nicht mehr "in" ist.
Die Greifswalder Schüler sollten für die Studie wie schon 1998 einen Fragebogen mit fremdenfeindlichen Aussagen wie "Ausländer sind schuld an der hohen Arbeitslosigkeit" ausfüllen und dabei den Grad ihrer Zustimmung oder Ablehnung angeben. Demnach sind auch die moderaten Zustimmungen von 46,3 auf 29,9 Prozent gesunken. Allerdings liegen die Zahlen immer noch erheblich über vergleichbaren Ergebnissen im Westen.

Ostseezeitung

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