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22.11.2002
Haftprüfungsantrag zurückgezogen - Neonazi-Lehrer Guido S. aus Wismar bleibt in Untersuchungshaft
Wismar Der im Zusammenhang mit einem ausländerfeindlichen Brandanschlag festgenommene Lehrer Guido S. bleibt in Untersuchungshaft. Das sagte Rainer Wolf, Anwalt des 36-Jährigen, gestern unserer Zeitung nach einem Haftprüfungstermin vor dem Wismarer Amtsgericht. Guido S. hatte seinen Antrag auf Entlassung zurückgezogen.
Der Sachverhalt sei jetzt besser erhellt. Gegen den Musiklehrer des Neuklosteraner Gymnasiums wird wegen des Verdachts der Beihilfe zum versuchten Mord und zur versuchten schweren Brandstiftung ermittelt. Er soll zwei 18-Jährigen, die Anfang November in Wismar einen Asia-Imbiss anzünden wollten, bei der Beschaffung des Benzins behilflich gewesen sein.
"Es konnte herausgearbeitet werden, dass mein Mandant die Beschuldigten nicht zu der Tat angestiftet hat", betonte Wolf. Weitere Angaben zur Erklärung von Guido S. wollte er nicht machen.
"Wir rechnen jetzt mit einer zügigen Anklageerhebung durch die Staatsanwaltschaft", sagte Wolf. Wolf geht davon aus, dass er noch vor Beginn eines Prozesses gegen Auflagen eine Freilassung von Guido S. bewirken kann. Ein Sprecher der Schweriner Staatsanwaltschaft bestätigte die Rücknahme des ersten Haftprüfungsantrages und die Rückführung des Lehrers in die Untersuchungshaft nach Bützow.
Im Falle einer Freilassung soll der Musiklehrer nach Angaben des Bildungsministeriums bis zum Abschluss des Verfahrens vom Schuldienst freigestellt und mit Arbeitsverbot belegt werden. Guido S. ist der erste Lehrer in MV, der im Verdacht steht, in Verbindungen zur rechtsextremistischen Szene zu stehen. Knut Degner
Schweriner Volkszeitung
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22.11.2002
Lehrer bleibt in Untersuchungs- Haft
Wismar (ddp) Der im Zusammenhang mit einem in Wismar versuchten ausländerfeindlichen Brandanschlag festgenommene Lehrer bleibt in Untersuchungshaft. Der Tatverdächtige nahm gestern seinen Haftprüfungsantrag zurück.
Er ist der erste Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern, der im Verdacht steht, Verbindungen zur rechtsextremistische Szene zu besitzen.
Gegen den Musiklehrer des Neuklosteraner Gymnasiums wird wegen des Verdachts der Beihilfe zum versuchten Mord und zur versuchten schweren Brandstiftung ermittelt. Er soll zwei 18-Jährigen, die Anfang November in Wismar einen von Vietnamesen betriebenen Asia-Imbiss anzünden wollten, bei der Beschaffung des dazu verwendeten Benzins behilflich gewesen sein.
Ostseezeitung
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