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20.11.2002
Förderverein für Todesmarsch-Museum gegründet - Grabow-Below: Freundeskreis will pädagogische Arbeit unterstützen - Zwei Vertreter aus südlicher Müritz-Region im Vorstand
Von unserem Redaktionsmitglied Dirk Lange
Grabow-Below. Das Belower Museum des Todesmarsches wird ab sofort durch einen Förderverein unterstützt. Dem jetzt gegründeten Zusammenschluss gehören bereits mehr als 30 Mitglieder an, wie Agnes Ohm von der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten gestern auf Nachfrage bestätigte. Zum Vorsitzenden wurde Dr. Wolfgang Dost bestimmt. Teilnehmern der in Below abgehaltenen Gründungsversammlung zu Folge setzte sich der Leiter des Museums Alte Bischofsburg Wittstock gegen einen Mitbewerber durch.
Reaktion auf Anschlag
Dem Vorstand des Vereins "Freundeskreis des Todesmarsch-Museums und der Gedenkstätte im Belower Wald" gehören weiter Superintendent Hans-Joachim Lohmann - für die evangelische Kirche Berlin-Brandenburg - und zwei Vertreter aus der Region um Below an. Die Wredenhagenerin Alke Fahldieck und Lutz Kroh aus Below stehen insbesondere für den Anspruch des Fördervereins, sich in der Umgebung des Museums engagieren zu wollen. Neben der Unterstützung der pädagogischen Arbeit gilt das Verankern des Museums im Bewusstsein der Einwohner und Gäste der Orte entlang der Landesgrenze zwischen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern als wichtiges Ziel des Vereins. Zur Gründung waren neben einigen Landtagsabgeordneten vor allem Vertreter von Opferverbänden, Lokalpolitiker und engagierte Menschen aus der Region angereist - etwa die Kreistagspräsidenten Jobst-Peter Brach (PDS/Müritz) und Sven Alisch (SPD/Ostrprignitz-Ruppin). Eine Mitgliedschaft ist für Schüler bereits ab fünf Euro pro Jahr möglich. Die Gründung des Vereins ist eine Reaktion auf den in der Nacht zum 5. September dieses Jahres verübten Brandanschlag auf das Belower Museum. Dabei war ein Ausstellungsraum komplett zerstört worden (der Nordkurier berichtete). Von den Tätern fehlt bis heute jede Spur. Die Brandenburgische Landesregierung hat die Belohnung für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, mitterweile auf 25 000 Euro erhöht. Weitere Informationen zum Förderverein erteilen die Mitarbeiter des Museums unter 03 99 25 / 24 78.
Nordkurier-Waren
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