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14.11.2002
Demos und Vorlesungen auf der Straße - Studienproteste in Greifswald, Stralsund und Neubrandenburg - Rostock plant noch
Greifswald/Stralsund (OZ) Gestern Abend auf der Vollversammlung der Studenten an der FH Stralsund. "Wir wollen uns der Greifswalder Forderung nach einer jährlichen Erhöhung der Hochschul-Haushalte um 5,5 Prozent anschließen", erklärt Marcus Pauli, Chef des Allgemeinen Studentenausschusses (AStA). Wenn es bei den von der Landesregierung beschlossenen 1,5 Prozent bliebe, müssten an der FH Stralsund offiziell 19 Stellen bis 2006 abgebaut werden. Das gefährde nach Angaben der Hochschulleitung die begehrten Studiengänge Leisure Tourism Management, Elektrotechnik und Technische Gebäudeausrüstung. Und den Ruf, den sich die FH in elf Jahren international erarbeitet hat. "Wir sind für andere Varianten offen, um Mittel für Hochschulen zu bekommen. Mit einer Ausnahme: Studiengebühren, nein danke", so Pauli. Die Stralsunder wollen am 20. November auf die Straße gehen, um gegen Finanz- und Personalkürzungen zu demonstrieren.
Wie Studenten an der Neubrandenburger Fachhochschule, die an diesem Tag erneut durch ihre Stadt ziehen wollen. Und wie die Studenten der Universität Greifswald, von denen die Idee für Demos am 20. November ausging. Die protestieren unter dem Motto "(Ab)Wandertag" mit Wanderrucksäcken und festem Schuhwerk gegen die Kürzung von 158 Stellen bis 2007. Kürzungspläne hätten in einer strukturschwachen Region weitere Abwanderung zur Folge: von Studenten und Mitarbeitern, so AStA-Vorsitzender Robert Tremmel. "Nach der Demo wird es auf dem Markt eine open-air-Vorlesung aller Fakultäten geben", sagt er. Uni-Mitarbeiter und Einwohner Greifswalds seien willkommen.
Auch Studenten der Uni Rostock planen Proteste gegen Einsparungen: Aktionen mit Plakaten und einer Spar-Card. Im November soll es eine Studentenvollversammlung geben.
Ostseezeitung
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