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13.11.2002
Überfall auf 20-Jährigen vor Gericht - Verhandlung gegen Rechte in Pasewalk vertagt

Pasewalk (rm). Vor dem Amtsgericht Pasewalk sollte gestern ein Fall von schwerer Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung verhandelt werden. Ereignet hat sich dieser bereits am 13. Juli 2001 in Strasburg. An jenem Tag war ein damals 20-jähriger Strasburger in einem Garagenkomplex unweit des Kulturhauses niedergeschlagen worden. Dem Strasburger musste unter anderem eine Kopfwunde mit 17 Stichen genäht werden. "Für uns", so vor einem Jahr die Mutter des Überfallopfers, "grenzt das schon an versuchtem Totschlag." Insgesamt soll der Fall einen rechtsgerichteten Hintergrund haben.
Entsprechend groß war der gestrige Auflauf im Amtsgericht. Medienvertreter, Zeugen, Betroffene, Verwandte und ganz einfach Neugierige hatten sich im Sitzungssaal eingefunden. Einer der drei Beschuldigten, ein kindsköpfig wirkender Mann um die zwanzig, wurde in Handschellen hereingeführt: Er büßt derzeit eine Jugendstrafe in einem anderen Fall ab.
Insgesamt, so stellte zu Verhandlungsbeginn der Vorsitzende Richter fest, gebe es in der Angelegenheit fünf Beschuldigte; das Verfahren von drei Beschuldigten solle in Pasewalk, das der zwei anderen an deren Wohnort in Stralsund abgehalten werden. Zum Stand der Dinge wolle er sich Akteneinsicht zu den zwei Stralsunder Verfahren verschaffen. Deshalb schlug er eine Vertagung in den Januar vor. Das wurde sowohl von den Verteidigern als auch von der Staatsanwaltschaft akzeptiert.
Strasburgs Bürgermeister Norbert Raulin begrüßte den Verhandlungsbeginn. Derartige Überfälle dürften nicht ungesühnt bleiben, sagte er.

Nordkurier-Pasewalk

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