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12.11.2002
Immer wieder an jüdisches Leben in Krakow am See erinnern - Klezmer-Band des Konservatoriums spielte in der Alten Synagoge
Güstrow/Krakow am See Der Kulturverein Alte Synagoge hat sich zur Aufgabe gestellt, mit verschiedenen Veranstaltungen an jüdisches Leben in Krakow am See zu erinnern. Das geschieht zumeist um den 9. November, wenn überall der Pogromnacht gedacht wird. Eingebettet in die Ausstellung "60 Jahre Wannseekonferenz" organisierte der Verein eine Lesung jüdischer Schicksalsgeschichten (SVZ berichtete) und am Sonntag einen Nachmittag mit Klezmer-Musik. Das Konzert in der Alten Synagoge stellte einen Höhepunkt in der Veranstaltungstätigkeit dar. Eine Gruppe von Schülern und Lehrern des Rostocker Konservatoriums bot in typischer Klezmer-Besetzung, also mit Violine, Klarinette und Bass, ergänzt durch Schlaggitarre und Akkordeon, besinnliche und beschwingte jiddische Musik meisterhaft dar. Dabei erklangen so bekannte Klezmer-Melodien wie "Brief vom Land", "Fröhliche Feste" oder "Hava nagila". Spürbar wurde, dass sich die Laienkünstler mit Leib und Seele dieser Musik verschrieben haben. Die Gruppe war sicher nicht das letzte Mal in Krakow am See.
Hans-Dieter Evert
Schweriner Volkszeitung-Güstrow
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12.11.2002
Unbeirrt für friedliches Zusammenleben eintreten - PDS-Mitglieder ehren Gewaltopfer an einstiger Synagoge
Parchim Der 9. November ist ein denkwürdiger Tag. Für viele steht er in erster Linie als Tag des Mauerfalls vor nunmehr 13 Jahren und somit in einer positiven Erinnerung. Der 9. November ist aber auch jener Tag, an dem 1938 die Judenverfolgung in Deutschland begann, die in den folgenden Jahren Millionen Menschen Angst, Verfolgung, Einkerkerung und auch den Tod brachte.
Mitglieder des Kreisverbandes Parchim der PDS nahmen dies zum Anlass, am frühen Sonnabend an der Gedenktafel für die zerstörte jüdische Synagoge in der Parchimer Rosenstraße ein Gebinde niederzulegen und mit einer Schweigeminute alle Gewaltopfer zu ehren. Beate Eibig, PDS-Kreisvorsitzende, erinnerte die Teilnehmer dieser Aktion, die trotz kräftigen Schneeregens gekommen waren, an die Verfolgung jüdischer Mitmenschen, an Demütigung und Kränkung, die so viele in der Zeit der faschistischen Gewaltherrschaft ertragen mussten.
Bernhard Gonnermann spannte den Bogen zur Gegenwart und betonte, dass sich die Genossen auch weiterhin engagiert für die Einhaltung von UNO-Resolutionen und die Sicherung des Friedens einsetzen werden. Die Situation in Israel und Palästina, die drohende Auseinandersetzung im Irak zwinge jeden, sich unbeirrt für den Frieden stark zu machen.
Bereits im Vorfeld des 9. Novembers war ein Kranz der Stadt Parchim an der Gedenktafel in der Rosenstraße niedergelegt worden.
Schweriner Volkszeitung-Parchim
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