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11.11.2002
Jugendarbeiter beim Anti-Gewalt-Training - Weiterbildungskurs in Wismar kam gut an

Wismar (OZ) Da stehen sich zwei Männer gegenüber. Und ehe man sich versieht, gehen sie aufeinander los, schlagen mit seltsam anmutenden Waffen aufeinander ein. Ringsherum stehen Personen. Sie lachen, feuern die Kampfhähne an.

Letztere sind Bernhard Konkel, Sozialpädagoge an der Schule Warin, und Matthias Meier vom AWO- Jugendtreff "Bunte Bude" Wismar. Bei den Waffen handelt es sich um so genannte Schlag-Bats, mit denen niemand verletzt werden kann, weil sie weich gefüttert sind. Und die Herumstehenden sind Sozialpädagogen, Klubleiter, Jugendpfleger, Mitarbeiter in Jugendtreffs. Leute aus Wismar und dem Landkreis Nordwestmecklenburg, die bei ihrer Arbeit mit jungen Menschen zu tun haben. Auch mit solchen, die bereit sind, Probleme mit Gewalt zu lösen.

Die Kampfszene ist nachgestellt und gehörte zum Anti-Gewalt-Training innerhalb einer einwöchigen Multiplikatorenschulung zum Thema "Gewalt und Rechtsextremismus im Kontext der Jugendarbeit". Die Schulung war Bestandteil des Projektes "Entimon - Gemeinsam für Demokratie und Toleranz", finanziert vom Bund. Das Christliche Jugenddorfwerk in Wismar hatte die Weiterbildungswoche organisiert.

Projektleiterin Dagmar Schulz ist mit dem Verlauf und Ergebnis zufrieden. Das stimmt optimistisch auf die für Dezember geplante Schulung zu diesem Thema. Diesmal sprach z. B. ein Referent des Landeskriminalamtes über Rechtsradikalismus. Im Anti-Gewalt-Training zeigte Michael Kirk, Sozialpädagoge und Diakon, Handlungsstrategien auf, die den Teilnehmern die Möglichkeit geben, im richtigen Moment richtig einzugreifen, wenn Gewalt zu eskalieren droht.

Bernhard Konkel war angenehm überrascht von der Art der Weiterbildung. Helmut Basler, Jugendklubleiter in Grevesmühlen, schätzte nicht zuletzt die Tatsache, dass der Schulungsort in der Nähe lag. Der Austausch mit Gleichgesinnten war ihm wichtig.

CH. ROS

Ostseezeitung-Grevesmühlen

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