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08.11.2002
Trillerpfeifen gegen Sparpläne - Studenten-Demo in Innenstadt von Neubrandenburg

Neubrandenburg (ns). Sie wollten nicht ruhig bleiben, die Studierenden der Neubrandenburger Fachhochschule. Mit Trillerpfeifen, Trommeln und Megaphon ausgestattet, zogen gestern Nachmittag hunderte von ihnen durch die Innenstadt, um gegen die geplanten Sparmaßnahmen der Landesregierung und für eine bessere Bildungspolitik zu demonstrieren. Sollte das Sparprogramm realisiert werden, das man derzeit im Schweriner Finanzministerium diskutiert, würden an der FH im Verlauf der nächsten fünf Jahre 18 Professoren- Stellen wegfallen. Das jetzige Niveau des Studiums in der Viertorestadt könne nach so einem Aderlass unmöglich aufrecht erhalten werden, so Thorsten Schild, Vorsitzender des Studentenrates Asta, gegenüber dem Nordkurier. Ein niedrigeres Niveau, womöglich sogar der völlige Wegfall bestimmter Fachbereiche, hätte jedoch unweigerlich sinkende Studentenzahlen zur Folge, wie Schild schlussfolgerte. Das wiederum, so der Asta-Vorsitzende, würde für die Stadt und ihre Einwohner unangenehme Auswirkungen haben: sinkende Kaufkraft, noch höherer Wohnungsleerstand, Einschränkung des Kultur-und Sportangebotes und Verlust von Arbeitsplätzen.
Um auf diesen Umstand hinzuweisen, verteilten die Demonstranten am Rande des Protestzuges Flugblätter an die Passanten. Auf Plakaten hieß es unter anderen: "FH NB-War‘s das?", "Keine Bildung, keine Zukunft"oder "Suchen ehrenamtliche Profs". Nachdem die Protestierer durch die Treptower Straße und den Boulevard gezogen waren, versammelten sie sich zu einer kurzen Abschlußkundgebung vor dem Rathaus. Dabei ergriff auch Professor Robert Northoff von der Fachhochschule, das Wort. Er informierte darüber, dass sich Finanzministerin Sigrid Keler (SPD) zu einem Gespräch über die Kürzungspläne bereit erklärt habe. Demnächst soll es in Neubrandenburg stattfinden.

Nordkurier-Neubrandenburg

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