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07.11.2002
Netzwerk verurteilt Anschlag auf Asia Imbiss in Wismar - Der Gewalt keine Chance geben
Wismar (OZ) In der Nacht zu Dienstag versuchten zwei 19-Jährige aus Wismar, den Asia Imbiss am Markt anzuzünden. Benzin hatten die jungen Männer bereits ausgegossen. Nur weil ein Zeuge den Einbruch bei der Polizei meldete und die Beamten sofort eingriffen, kam es nicht zum Unglück (OZ berichtete). Das Netzwerk für Demokratie, Menschlichkeit und Toleranz, ein Zusammenschluss verschiedener Parteien, Vereine, Verbände und interessierter Bürger in Wismar, verurteilt den vermutlich von rechtsextremistischen Tätern versuchten Brandanschlag auf das Schärfste. "Wir sind erleichtert, dass dieses entsetzliche Vorhaben vereitelt werden konnte, glücklicherweise gab es beherzte Bürger, die durch ihr Handeln Schlimmeres verhinderten", so Gunda Umland-Sellner.
Die Sprecherin des Netzwerkes und weitere Mitglieder rufen zur Solidarität mit den Opfern auf. Gunda Umland-Sellner sagte außerdem: "Wir hoffen auf nachbarschaftliche Hilfe. Wir wollen denen keine Chance geben, die nächtlich Häuser in Brand setzen. Es ist einfach eine furchtbare Vorstellung, dass unter uns Menschen mit dem Tod bedroht werden. Weder Rassismus noch Gewalt sollen Raum haben in unserer Stadt, nicht im Alltag, nicht in der Schule, nicht am Arbeitsplatz, nicht auf der Straße."
Die Mitglieder des Netzwerkes fordern alle Wismarer Bürgerinnen und Bürger dazu auf, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um dem Extremismus und dem Rassismus durch aktives Handeln entgegenzuwirken. Wer sich zudem im Netzwerk engagieren möchte, erhält weitere Informationen unter Tel.: 0 38 41/60 06 42.
Ostseezeitung-Wismar
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