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06.11.2002
Jugendklub fährt jetzt neue Strategien - Ducherower Einrichtung will Jüngere ansprechen

Ducherow (as). Der Ducherower Jugendklub will künftig mit einem veränderten Konzept arbeiten. Waren dort zuletzt meist nur noch junge Erwachsene um die 20 Jahre oder älter zu Gast, soll sich das bald ändern. "Wir wissen auch, welche Klientel sich zumeist in der Ducherower Einrichtung aufhielt", sagt Silvana Kinedt vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), der den Klub betreibt, in Anspielung auf die dortige Konzentration rechts gerichteter Jugendlicher in der Vergangenheit (wir berichteten).
Der Jugendklub möchte sich künftig wieder verstärkt an Kinder und jüngere Jugendliche wenden und sich auch jenen öffnen, die bislang nicht den Weg in die Einrichtung fanden. Einen Monat lang war dieser Klub nun geschlossen - in der Zeit wurde umgebaut, und der Sozialarbeiter Roberto Blum bildete sich weiter. Seit diesem Montag ist wieder geöffnet - mit neuen Öffnungszeiten: So wird es am Montag und Freitag zwischen 13.30 Uhr und 19.30 Uhr einen "Kinderladen" geben, der sich mit gezielten Angeboten an Kinder unter 14 Jahren richtet. Von Dienstag bis Donnerstag öffnet der Klub zwischen 14 Uhr und 20 Uhr und wendet sich an Teenager.
"An den konzeptionellen Ansätzen drehen und schrauben wir noch", sagt Silvana Kinedt. Allerdings sei jetzt schon klar, dass man mit dem AWO-Jugendhilfezentrum und der Schule ganz eng zusammenarbeiten möchte. Seine Hausaufgaben auch mal im Klub zu erledigen, soll keine Seltenheit sein. Auch an ein Rauchverbot sei gedacht - zumindest an den beiden "Kinderladen"-Tagen. Selbst Feten sollen die Jugendlichen gemeinsam vorbereiten. Natürlich können die Jugendlichen aber auch einfach mal "abhängen", allerdings sollen jene Zeiten, in denen der Klub lediglich eine "Gaststätte" für Einige war, ein für alle Mal vorbei sein, erklärt Kinedt.

Nordkurier-Anklam

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