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01.11.2002
Studenten fordern mehr Geld für die Uni
Greifswald (dpa) Die Studenten der Greifswalder Universität haben gestern die Landesregierung aufgefordert, den Personalhaushalt der Universität jährlich um 5,5 Prozent zu erhöhen. Die Universität sei nur mit einer Strukturreform konkurrenzfähig. "Strukturreformen kosten Geld", sagte der Vorsitzende des Allgemeinen Studentenausschusses (ASTA), Robert Tremmel. Laut ASTA müssen bis 2006 158 Stellen eingespart werden. Das Verhältnis von Studierenden zu Dozenten sei heute 1 zu 14. Protestaktionen seien im Gespräch.
Ostseezeitung
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01.11.2002
Studenten trugen Uni Greifswald zu Grabe
Greifswald (ddp/OZ) Mehr als 100 Greifswalder Studentinnen und Studenten haben symbolisch ihre Universität zu Grabe getragen. Mit Plakaten wie "5 Fakultäten minus 158 Stellen - Was bleibt?" und einer mehrstündigen Mahnwache protestierten sie vor dem Uni-Gebäude gegen die geplanten Stellenkürzungen an Mecklenburg-Vorpommerns Hochschulen.
Damit startete eine landesweite Protestwelle, wie sie auf der Vollversammlung der Studentenschaft an der Greifswalder Universität am Dienstagabend beschlossen wurde. So sollen in der kommenden Woche rund 18 000 Postkarten an die Landesregierung in Schwerin verschickt werden, um gegen die massiven Streichungen von Universitätsstellen zu protestieren.
Ende 2006 sollen allein in Greifswald 158 Universitätsmitarbeiter ihren Hut nehmen. Damit steht nach Angaben des Allgemeinen Studierendenausschusses AStA nicht nur jeder dritte Arbeitsplatz, sondern mittelfristig auch die Existenz ganzer Institute auf dem Spiel. Und was noch schwerer wiegt: Damit wäre sogar der Status als Volluniversität gefährdet.
Die von der Landesregierung geforderten Einsparungen wirkten sich um so verheerender auf den Lehrbetrieb aus, weil sich die Zahl der Studentinnen und Studenten in der Boddenstadt seit 1995 auf mittlerweile 8033 nahezu verdoppelt habe. Nach Angaben des AStA hat sich dadurch das Verhältnis von Dozenten zu Studierenden bereits von 1:7 auf 1:14 verschlechtert. Damit nähert es sich bedenklich dem nach wie vor - je nach Fachbereich - zum Teil deutlich höheren Durchschnitt auf Bundesebene. So liegt er in der Medizin bei 1:20.
Mit ihren aktuellen Protesten wollen die Studentinnen und Studenten die Landesregierung auffordern, das bundesweit geschätzte Image der kleinen Universität zu bewahren. Dazu gehöre auch die Bereitstellung zusätzlicher Mittel für die überfällige Sanierung von Hörsälen und die Ausrüstung von Bibliotheken und Labors.
Ostseezeitung
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