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24.10.2002
Tief bewegt die Stätten der Massenvernichtung besucht - Crivitzer Gedenkstättenfahrten führten auch nach Auschwitz

Crivitz 45 Jugendliche aus dem Kreis Parchim und aus Schwerin waren in diesem Sommer Teilnehmer des deutsch-polnischen Jugendaustausches und der Gedenkstättenfahrten des Arbeiter-Samariter-Bundes Crivitz nach Polen und Amsterdam (wir berichteten).

"Die 15 Teilnehmer der Fahrt in die internationale Jugendbegegnungsstätte nach Oswiecim (Auschwitz) haben bei den Besuchen der schlimmsten Stätten menschlicher Abgründe verstanden, wie dringend notwendig es ist, Entwicklungen zu verhindern, die solche Verbrechen möglich machen", resümiert ASB-Jugendberater Peter Szeczinowski.

Tief bewegt haben die Jugendlichen Auschwitz und das Vernichtungslager in Birkenau besucht, Blumen niedergelegt und mit großem Einsatz Pflege- und Erhaltungsarbeiten durchgeführt. Die Bildergalerie im ehemaligen Aufnahmeblock des Lagers Birkenau hat tief beeindruckt, zeigt sie doch Fotos jüdischer Menschen, die hier millionenfach zum Tode geführt wurden. Menschen, die wie wir alle mit Familie, Freunden, bei Freizeit, Sport, im Beruf und auf Reisen... abgelichtet sind.

Lebensweise und Kultur jüdischer Menschen wurden im alten Oswiecim und im Krakauer Stadtteil Kazimierz deutlich. Alte Friedhöfe, restaurierte Synagogen, Häuser und Straßenzüge und der Besuch im jüdischen Restaurant bei Klezmermusik gaben den Teilnehmern der Fahrt einen Einblick in eine alte, bewahrenswerte Kultur.

Beeindruckend war der Besuch im ältesten Salzbergwerk Europas in Wielicka. Spätestens in Krakau, der europäischen Kulturhauptstadt mit seinen historischen Bauten und Sehenswürdigkeiten, hat das pulsierende Leben der Stadt noch bestehende Vorbehalte zum heutigen Polen einfach hinweggefegt.

Über alles, was jeder gesehen und erlebt hat, was jeder gefühlt und gedacht hat, wurde Tagebuch geführt. So hatte jeder Gelegenheit, mit sich selber ins Reine zu kommen, und konnte das Gute und Schlechte, das Belastende und Fröhliche für sich verarbeiten. Über die Amsterdam-Fahrt lesen Sie demnächst.

Schweriner Volkszeitung-Schwerin

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