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23.10.2002
Urheber rechtsextremer Schmierereien in Negast in Haft - 17-Jähriger legte Geständnis ab

Negast (dpa/mv) - Gegen den Urheber von rund 40 rechtsextremen Schmierereien in Negast (Nordvorpommern) hat das Amtsgericht Stralsund am Dienstag Haftbefehl erlassen. Der 17-Jährige habe gestanden, am Wochenende Hakenkreuze und antisemitische Parolen an Häuserwände, Straßenschilder und Schaufensterscheiben gesprayt zu haben, teilte die Polizei am Dienstag mit. Er war zuvor schon wegen ähnlicher Delikte der Polizei aufgefallen und am Montag festgenommen worden. Der Mann sitzt jetzt in der JVA Neubrandenburg ein.

Lübecker Nachrichten

23.10.2002
Ermittlungserfolg für Polizei: Kriminalkommissariat fasste Täter der Schmierereien in der Negaster Hauptstraße - 17-Jähriger aus dem Dorf sitzt nun in Untersuchungshaft

Negast (OZ) Noch am Montag war das Kriminalkommissariat erfolgreich: Der Verursacher der Schmierereien in der Negaster Hauptstraße - vom S.E.E.-Center bis zur Apotheke - ist ermittelt. Es handelt sich um einen 17-Jährigen aus dem Ort.

In der Vernehmung hat er die Straftaten gestanden. Daraufhin wurde er vorläufig festgenommen und gestern dem Haftrichter vorgeführt. Und der entschied, dass der Jugendliche - nach OZ vorliegenden Informationen wegen ähnlicher Delikte schon aufgefallen - zur U-Haft in die JVA Neubrandenburg gebracht wird. Die weitere Bearbeitung des Falles hat die Kripo Stralsund übernommen.

"Ich bin froh, dass der Täter gefasst ist", fällt Bürgermeister Dietmar Eifler ein Stein vom Herzen, auch wenn er nicht gedacht hätte, dass ein Einheimischer dahinter steckt. "Allerdings bin ich davon überzeugt, dass er das Ganze nicht allein durchgezogen hat. Ich habe mir die Schmierereiein angesehen und weiß, wovon ich rede", hofft das Gemeindeoberhaupt, dass bei den Vernehmungen noch Mittäter aufgespürt werden.

"In den letzten Monaten war unsere Gemeinde arg gebeutelt. Ständig gab es Verwüstungen und Zerstörungen. Unsere Bürger sind ja auch schon total verunsichert, und das ist verständlich. Deshalb wäre ich froh, wenn auch die anderen Sachen - ich denke an die zerschlagene Schutzhütte, die Randalierereien am Radweg und an der Grundschule - bald aufgeklärt werden", so Eifler.

Ostseezeitung-Grimmen

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