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23.10.2002
Beratung für Aussiedler in Gadebusch - Offizielle Eröffnung des Büros am Freitag
Gadebusch Im Nordwestkreis leben mehr als 1000 Aussiedler. Es sind vor allem Russlanddeutsche und deren Nachkommen. "Ich arbeite bereits seit einem Jahr für das Diakonische Werk in Gadebusch und betreue Aussiedler", erzählt Karin Kindler. Bisher aber ohne Büro und regelmäßige Sprechstunden.
Am Freitag eröffnet die Sozialpädagogin offiziell ihre Beratungsstelle am Platz der Freiheit in Gadebusch. "Ab 11 Uhr sind alle Interessenten herzlich eingeladen, sowohl Aussiedler als auch Einheimische", so Kindler. Es wird einen von Russlanddeutschen zubereiteten Imbiss, eine Ausstellung sowie ein Programm mit musikalischen Darbietungen geben. Außerdem wird ein von Aussiedlern gedrehter Videofilm gezeigt. "Ich würde mich freuen, wenn es zu einer Begegnung mit einheimischen Gadebuschern kommt, denn es bestehen noch viele Vorurteile und Berührungsängste", schilderte Kindler ihre Erfahrungen. Bereits seit einigen Monaten gibt es eine wöchentliche Zusammenkunft in Gadebusch. Die zusätzlichen Sprechstunden, dienstags und mittwochs von 9 bis 11.30 Uhr, donnerstags ab 10.30 Uhr, dienen der weiterführenden Beratung und Unterstützung. "Ich nenne meine Arbeit Integrationsservice. Dazu gehört das Übersetzen von Briefen, Hilfe bei Behördengängen, Unterstützung beim Familiennachzug aus der ehemaligen Sowjetunion", erklärt die Aussiedlerbeauftragte.
Schweriner Volkszeitung-Gadebusch
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