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21.10.2002
Krawalle bei Kundgebung von Rechtsextremisten

NEUBRANDENBURG, 20. Oktober (ap). Am Rande einer Kundgebung von Rechtsextremisten hat es am Wochenende im mecklenburgischen Neubrandenburg Ausschreitungen mit linken Gegendemonstranten gegeben. Fünf Polizisten wurden verletzt, einige von ihnen durch Stein- und Flaschenwürfe, wie die Polizei am Samstagabend mitteilte. Gleichwohl hätten durch den besonnenen Einsatz der insgesamt rund 700 Beamten größere Störungen verhindert werden können.

Rund 360 Anhänger des rechtsgerichteten Kameradschaftsbundes Usedom hatten sich den Angaben zufolge am Samstagmittag auf dem Bahnhofsvorplatz von Neubrandenburg versammelt. Dabei seien Parolen gerufen und Musik abgespielt worden. Die Polizei schritt nicht dagegen ein, erklärte aber, dass deren Inhalt auf strafrechtliche Relevanz geprüft werde.

Rund 500 Menschen waren laut Polizei zu einer Gegendemonstration zusammen gekommen. Von einer Gruppe von etwa 150 gewaltbereiten Demonstranten aus der linken Szene seien trotz einer deeskalierenden Strategie massive Angriffe gegen die Polizei ausgegangen. Die Störer seien aus allen Richtungen angereist, teilte die Polizei mit. 25 Personen stammten aus der autonomen Szene in Berlin. 29 Personen wurden den Angaben zufolge vorübergehend festgenommen; gegen 33 wurden Strafverfahren eingeleitet.

Frankfurter Rundschau

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