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21.10.2002
Militärische Nutzung deutlich abgelehnt - Freie Heide enttäuscht vom Anhörungsverfahren zu Bombodrom

Mirow (ih). In der Stellungnahme des Landes Brandenburg im Anhörungsverfahren des Bundesverteidigungsministeriums zur künftigen Nutzung des Truppenübungsplatzes Wittstock sei deutlich die völlige Ablehnung der anzuhörenden regionalen und kommunalen Vertretungen abzulesen. Das sagt Benedikt Schirge von Bürgerinitiative Freie Heide Kyritz-Wittstock-Ruppin, dem die Stellungnahme vorliegt. Auch die Ministerien für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr, für Landwirtschaft, Umweltschutz und Raumordnung sowie für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen haben die gravierenden Darstellungslücken benannt und daher keine Zustimmung gegeben, berichtet Schirge weiter.
"Lediglich das Wirtschaftsministerium hat mit Nachdruck die Zustimmung erteilt, da seiner Meinung nach die militärische Nutzung mit den Interessen des Tourismus in Einklang gebracht werden könne, da die touristischen Zentren in ausreichender Entfernung lagen", informiert Benedikt Schirge.
In der Bürgerinititive Freie Heide ist man enttäuscht von dem Anhörungsverfahren. "Das Bundesverteidigungsministerium hat für die Anhörung völlig unzureichende Unterlagen vorgelegt." Die ziemlich einhellige Ablehnung belege, dass nicht das Bombodrom, sondern eine zivile Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide die Zukunft der Region sein muss.

Nordkurier-Neustrelitz

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